Über 3500 Menschen feiern das Hergensweilerfest

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Zufriedene Bilder eine Festes (von links): Gerhard Bingger, Vorsitzender des Musikvereins Hergensweiler, die Musikapelle unter d
Zufriedene Bilder eine Festes (von links): Gerhard Bingger, Vorsitzender des Musikvereins Hergensweiler, die Musikapelle unter der Leitung von Andreas Abler beim Kinderfest, darunter Martin Betz, Dirigent des Bezirksseniorenorchesters Ernst Müller, Klaus Bingger am Schlagzeug der „4 lustigen 5“ und an der Gitarre Winfried Huber vom Bezirksseniorenorchester. (Foto: Sd)
Susi Donner

„Vier Tage lang waren viele Leute im Dorf. Jetzt wird es langsam wieder ruhig.“ Gerhard Bingger, der diese Worte erschöpft und glücklich spricht, ist der Vorsitzende des Musikvereins Hergensweiler, der dieses große Fest veranstaltet hat. Eben ist die Vereinsolympiade vorbei, auf der Bühne spielen die „4 lustigen 5“, heute zu sechst, und das Festzelt und das Festgelände sind für einen heißen Sonntagnachmittag noch sehr gut gefüllt.

Insgesamt dürften es mehr als 3500 große und kleine, junge und alte Menschen gewesen sein, die das Hergensweilerfest mitgefeiert haben. „Was mich jedes Jahr aufs Neue fasziniert, ist die unglaublich intensive Kameradschaft, mit der wir Musikanten, unterstützt von Freunden und Familie, dieses Fest stemmen. Vom Aufbau über den Abbau halten alle zusammen. Hundert Leute waren rundum gut beschäftigt“, erklärt er. Viele haben teilweise seit Jahren ihre festen Aufgaben beim Fest und erledigen diese eigenverantwortlich. Er selbst sei so etwas wie der Mann für alle Fälle während des Festes. „Es muss einen fixen Ansprechpartner für alles geben. Einer, der alles im Blick hat“, erklärt er.

Die größte Herausforderung sei die Hitze gewesen, die beispielsweise den Samstagabend mit den „La Paloma Boys“ teilweise zur Outdoor-Veranstaltung gemacht hat. „Im Zelt war viel los, aber drum herum mindestens genauso viel. Das war eine sehr lässige Party.“ Der Freitagabend mit den „Lederrebellen“ sei auch wieder gnadenlos gut gewesen. „Es war das fünfte Mal, dass sie bei uns gespielt haben und wir haben, mit ihnen immer ein volles Zelt. Ihre Show ist der Wahnsinn und auch, dass sie diese bei bestimmt 40 Grad auf der Bühne durchgezogen haben“, zollt Bingger der Stimmungsband seinen Respekt. Die Stimmung sei sicher noch heißer gewesen.

Musik nicht nur für ältere Semester

Das Konzept, Samstag und Sonntag bei freiem Eintritt, und zudem das Schlepper- und Bulldog-Treffen als extra Attraktion am Sonntag zu bieten, gehe völlig auf und mache alle zufrieden: „Das Hergensweilerfest ist für die ganze Familie. Alle Generationen feiern mit, und für jeden Geschmack ist etwas dabei“, sagt Bingger und hebt hervor, dass selbstverständlich auch die Blasmusik, aus der sie alle hervorgehen, gefeiert wurde, indem am Samstag, nach dem Kinderfestumzug das Bezirksseniorenorchester musikalisch unterhalten hat, dazu der Musikverein Wildpoldsweiler. Am Sonntag zum Festgottesdienst hat der Musikverein Hergensweiler selber gespielt, zum Frühschoppen „OHO – die Blasmusik“ und nun zum Festausklang eben die „4 lustigen 5“. Und man dürfe nicht denken, dass die Blasmusik nur den älteren Semestern gefalle. „Die Jugend steht auch darauf, weil Blasmusik heute sehr jung ist. Wir hatten zu allen Veranstaltungen ein sehr gemischtes Publikum. Jeder Tag war sein eigener Höhepunkt und etwas Besonderes.“ Musikalisch gesehen sei sein persönlicher Höhepunkt die Band „Alpenblech“ zum Festauftakt gewesen. „Das sind die Vollprofis. Spitzenklasse. Die waren so gut, da habe ich Gänsehaut bekommen.“ Dankbar sei er dafür, dass das gesamte Fest friedlich über die Bühne ging und aus der Nachbarschaft bislang nur positive Rückmeldungen gekommen sind. „Es war toll. Allen hat es gefallen, und die Begeisterung der Besucher zeigt uns, dass das Fest jeden unserer Schweißtropfen wert war.“ Am Sonntagabend setzen sich alle Helfer zusammen und feiern ihr ganz persönliches Hergensweilerfest mit Resteessen. Und am Montagabend hat am Festplatz schon nichts mehr daran erinnert, dass hier vier Tage lang Party gefeiert wurde.

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