Reiterinnen bewältigen schwierige Schikanen

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 Es gehörte schon einiges Geschick dazu, mit der „Lanze“ die Ringe zu treffen, wie hier Rebecca Bahlinger auf Galileo.
Es gehörte schon einiges Geschick dazu, mit der „Lanze“ die Ringe zu treffen, wie hier Rebecca Bahlinger auf Galileo. (Foto: Angela Fessler)
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- Der Spaß hat beim „Tag des Pferdes“ der Reitergruppe Wohmbrechts im Vordergrund gestanden. Um den Boden des Sportplatzes in Maria-Thann nach dem intensiven Regen der Vortage zu schonen, wurde die Veranstaltung in die Reithalle des Reit- und Fahrvereins (RFV) Wangen verlegt.

„Die Organisation bewältigten die Mitglieder des Vorstandes in Gemeinschaftseinsatz“, erklärte der Vorsitzende Klaus Bilgeri. Andrea Bietsch, eines der Mitglieder ergänzte: „Wir sind über die tolle Zusammenarbeit mit dem RFV Wangen sehr froh. Man hilft sich immer gegenseitig.“ Die Hauptattraktion war der Geschicklichkeitsparcours. 14 Reiter im Alter von sieben bis 72 Jahren gingen an den Start. Was Manfred Klotz so locker in der Reithalle aufgestellt hat, sah für Laien sehr einfach aus. Die Pferde hatten dazu aber ihre eigene Meinung.

Großes „Z“ aus Stangen

Start und Ziel war eine wohltönende Glocke, die jeweils zum Klingen gebracht werden musste. Dann war da ein großes „Z“, das aus Stangen gelegt war. Das musste ohne Abwurf durchlaufen werden. Zwischen zwei Pylonen führte der Weg danach direkt zu einem Postkasten. Stand der Vierbeiner hier günstig und ruhig, war es nicht allzu schwer, die Zeitung zu entnehmen. Allerdings war das in den wenigsten Fällen so, was zu manchen Verrenkungen der Hobby-Jockeys führte. Zwei weitere Pylonen später ging es zurück zur Post. Es galt die Zeitung wieder hineinzustecken und vor allen Dingen, den Kasten wieder ordentlich zu verschließen.

Den „Schwebebalken“ hatten nur die Reiter zu bewältigen. Das Pferd wurde nebenher geführt. Das Problem bestand darin, dass die Vierbeiner nicht unbedingt ruhig in Position standen, wenn wieder aufgesessen werden sollte. Daneben war Lanzenstechen mit Ringen verschiedener Größen angesagt. Ein Seil von einer Stange zu nehmen, durchzureiten und das Seil wieder an Ort und Stelle zu platzieren, hörte sich sehr einfach an. Es entpuppte sich aber als eine der schwierigsten Schikanen. Man musste das Pferd mit einer Hand leiten und mit dem Vierbeiner durch die Absperrung kommen, bevor man das Seil wieder einhängte.

Hoch konzentrierte Reiter

Die Reiter waren hoch konzentriert, und vom Publikum gab es viel Applaus. Verbunden war dieser Parcours mit der Vereinsmeisterschaft. Siegerin bei den Erwachsenen und Vereinsmeisterin war mit 38 Punkten Verena Achberger auf Costa Rica, dicht gefolgt von Andrea Bietsch mit Galileo, 37 Punkte, und Astrid Leonhardt auf Cornett, 32 Punkte. Sie war mit 72 Jahren die älteste Teilnehmerin. Bei den Junioren bis 16 Jahren siegte die 14-jährige Joelle Novak auf Budy mit 35 Punkten vor Elisa Traut auf Penny mit 27,5 Punkten und Antonia Weishäupl auf Luna mit 26,5 Punkten. Die Moderation hatte Klaus Bilgeri übernommen.

Die Quadrille von zehn Reiterinnen kam beim Publikum großartig an. Einstudiert hatte sie Andrea Bietsch. Hübsch anzusehen waren die großen und kleinen Amazonen in ihren weißen Hosen und Oberteilen. Die Blumen an den Schultern waren pinkfarben, ebenso die Tutus. In Schritt, Trab und Galopp beherrschten sie die Bahn. Nach flotten Melodien ritten sie miteinander und gegeneinander, sie kreuzten ihre Bahnen, ritten paarweise in Schlangenlinien oder Zirkeln. Die Zuschauer waren begeistert. Wer Lust oder Interesse hatte, konnte auch an einer geführten Reitrunde teilnehmen. Das war vor allem für die Kinder ein großer Spaß.

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