Photovoltaik-Anlage in Engelitz hat gebrannt: 120 000 Euro Schaden

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Vermutlich wegen eines technischen Defekts Feuer hat am Mittwoch eine Photovoltaik-Anlage in Engelitz zu brennen begonnen. (Foto: Andreas Kreyer)
Schwäbische Zeitung
Peter Mittermeier und Andreas Kreyer

Mit einem Großaufgebot an Helfern haben Feuerwehren am Mittwoch gegen 12.30 Uhr den Brand einer Photovoltaikanlage auf einem Reiterhof in Engelitz bei Hergatz bekämpft. „Es war kritisch“, beschreibt Kreisbrandrat Friedhold Schneider die Lage. Mit einem massiven Löscheinsatz gelang es den Wehren, einen Teil der früheren Tenne und das Wohnhaus zu retten. Verletzte gab es durch den Brand keine.

Das landwirtschaftliche Anwesen ist vor Jahren zu einem Reiterhof umgebaut worden. Auf einem Teil der Anlage befindet sich eine Photovoltaikanlage. In dem Gebäude sind Pferdeboxen untergebracht, zudem wurden Strohballen gelagert. Tiere befanden sich zum Zeitpunkt des Feuers aber nicht in der früheren Tenne. Laut Polizei bemerkte eine Zeugin mittags, wie Flammen aus der Giebelseite des Dach schlugen. Sofort wurde die Feuerwehr alarmiert. Bei der Anfahrt war schon von weitem eine Rauchsäule über dem Anwesen zu sehen, schildert Schneider. Mit Hilfe der Drehleitern aus Lindenberg und Wangen bekämpften die Helfer die Flammen im Dachbereich. Teilweise mussten die Kollektoren entfernt werden, um an die Brandnester im Gebälk zu kommen.

Wasserversorgung problematisch

Die Wehren aus Wohmbrechts und Maria-Thann erhielten Unterstützung von den Feuerwehren aus Opfenbach, Heimenkirch, Lindenberg und Wangen. Unter Einsatzleitung von Kommandant Edwin Miller (Wohmbrechts) gelang es ihnen, das Feuer schnell unter Kontrolle zu bringen. Vor Ort war auch der Katastrophenschutz aus Nonnenhorn und das Rote Kreuz. Insgesamt waren 110 Kräfte im Einsatz. Als „problematisch“ stuft Kreisbrandrat Friedhold Schneider die Löschwasserversorgung in dem Ortsteil an. „Für den Einsatz hat es gerade noch gereicht“, so Schneider. Mehrfach sei die unzureichende Versorgung mit Löschwasser in dem Bereich bei der Gemeinde Hergatz bemängelt worden.

Die Brandursache war am Mittwoch bis Redaktionsschluss noch unklar. Vermutet wird ein technischer Defekt. Die Höhe des Sachschadens beläuft sich nach ersten Schätzungen auf etwa 120000 Euro. Der Brandleiter musste aufgrund der durch die Aufregung erlittenen gesundheitlichen Probleme vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht werden, heißt es in einem Polizeibericht.

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