Pfarrer Bertele ermöglicht Musikstiftung

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Pfarrer Helmut Bertele stiftet 50 000 Euro für musikbegeisterte Bodolzer Kinder.
Pfarrer Helmut Bertele stiftet 50 000 Euro für musikbegeisterte Bodolzer Kinder. (Foto: Natrin Neef)
Isabel Kubeth de Placido

Ein großzügiges Geschenk hat Pfarrer Helmut Bertele der Gemeinde Bodolz gemacht. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der katholischen Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer, schenkt Pfarrer Bertele der politischen Gemeinde 50 000 Euro. Und zwar in Form einer Stiftung.

Der Gründungspfarrer möchte mit dieser Stiftung musikinteressierten Bodolzer Kindern und Jugendlichen ein Musikinstrument und den Musikunterricht finanzieren, deren Familien sich den Kauf und die Gebühren eigentlich nicht leisten können. W

eil Pfarrer Bertele die Nachricht über die Schenkung des großzügigen Geldbetrages seiner Kirchengemeinde selbst mitteilen wollte, hat auch Bürgermeister Christian Ruh bis zur jüngsten Gemeinderatssitzung nichts verraten. So viel sei verraten: Die Überraschung ist gelungen. Dabei war der Gründungspfarrer der Pfarrei St. Johannes der Täufer bereits im Juni ins Rathaus gekommen und hatte dem Bürgermeister mitgeteilt, dass er der politischen Gemeinde 50 000 Euro schenken wolle. Und zwar mit der Idee die musikalischen Ambitionen jenen Kindern und Jugendlichen aus Bodolz zu fördern, deren Familien dies aus eigener Kraft nicht könnten.

Zusammen habe man dann überlegt, so berichtete Ruh dem Gemeinderat, in welcher Form dies geschehen könnte. Letztendlich entschieden die Beteiligten sich für eine nicht-rechtsfähige Verbrauchsstiftung mit dem Namen „Pfarrer-Helmut-Bertele-Stiftung für Musikförderung in Bodolz“, deren Vermögen frühestens nach zehn Jahren aufgebraucht sein dürfe.

Das bedeutet, dass in den nächsten zehn Jahren pro Jahr höchstens 5000 Euro aus dem Stiftungsvermögen genommen wird. Danach ist das Geld aufgebraucht und die Stiftung löst sich selbst auf. Ruh erläuterte den Vorteil dieser Stiftungsart: „Man sieht direkt das Ergebnis und der Erfolg ist erlebbar.

Die Verwaltungsarbeit für die Stiftung übernimmt die Gemeinde Bodolz und der Gemeinderat entscheidet, wer gefördert wird. Um eine Entscheidung zu treffen, werden künftig auch Schule oder Kindergarten hinzugezogen. Ruh betonte, dass er auf keinen Fall wolle, dass die Beantragung der Förderung für die betreffenden Familien unangenehm werde. Sprich, die Familien müssten ihre finanzielle Situation nicht bis auf den letzten Cent nachweisen.

Eigene Kapelle wäre das i-Tüpfele

„Pfarrer Bertele will jedem Kind aus Bodolz ermöglichen, dass es ein Instrument lernt“, fasste der Bürgermeister zusammen und erklärte, dass es egal sei, um welches Instrument es sich handle.

Ebenfalls unwichtig sei, ob die Kinder beim VJBW oder an einer Musikschule lernen mit dem Musikinstrument umzugehen. Ruh: „Und wenn sich daraus irgendwann einmal eine eigene Bodolzer Musikkapelle ergibt, dann wäre das das Nonplusultra.“

Keine Frage, dass der Bodolzer Gemeinderat dieses großzügige Geschenk mit großem Dank an Pfarrer Bertele annahm.

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