GKWG saniert Dr.-Emil-Haselsiedlung für drei Millionen Euro

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GKWG saniert Dr.-Emil-Haselsiedlung für drei Millionen Euro

Seit Jahren gibt es ein Imageproblem in der Dr.-Emil-Haselsiedlung im Bodolzer Ortsteil Enzisweiler. Die Mieterstruktur hat sich zu einer eher sozial schwachen gewandelt und die Gebäude sind zwischenzeitlich in einem schlechten Zustand. Die Gemeinde Bodolz kurbelte in den vergangenen Jahren mit Hilfe des Förderprogramms Soziale Stadt verschiedene Projekte an. Sie stellte zusammen mit der GKWG (Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises), die Eigentümerin der Siedlung ist, zwei Quartiersmanager an und ließ 2010 mit der Regierung von Schwaben das Wohnumfeld untersuchen.

Nun hat die GKWG beschlossen, die Siedlung umfassend zu sanieren. Geschäftsführer Thomas Blei berichtete den Bodolzer Gemeinderäten am Dienstagabend, dass der Aufsichtsrat den Empfehlungen der Wohnfelduntersuchungen folgen wird: „Wir wollen in der Dr.-Emil-Haselsiedlung richtig Geld in die Hand nehmen.“ Gemeinsam mit Ulrich Mayer, dem technischern Leiter der GKWG, und dem Architekten Rainer Dietz erklärte er die Details.

Alle Gebäude von der Hausnummer 11 bis einschließlich der 22 werden energetisch saniert und bekommen eine Dreischeiben-Verglasung, Rollläden, eine Fassadendämmung und Solarkollektoren für Warmwasser. Hinzu kommen neue, größere Balkone. Einzige Ausnahme bilden das Haus Nummer 16 und die Pavillons. Die Verantwortlichen der Wohnbaugesellschaft hatten zunächst überlegt, die Pavillons aufzustocken oder durch neue Gebäude zu ersetzen. Doch der Untergrund sei zu schlecht, erklärte Blei. Jetzt sollen die Pavillons abgerissen und das Haus Nummer 16 lediglich auf kleinstem Niveau saniert werden. Das heißt, die Kellerdecke bekommt eine neue Dämmung, die Fassade einen neuen Anstrich, und es gibt neue Fenster.

Zufahrtsstraße entschärfen

Um das Parkplatzproblem in den Griff zu bekommen, will die GKWG neun der 34 Garagen abreißen. Stattdessen schafft sie mehr Stellplätze. Damit stünden den Bewohnern am Ende 25 Garagen und 40 Stellplätze zur Verfügung. Eine Tiefgarage zu bauen sei zu teuer. Komplett saniert werden die Außenanlagen und der Spielplatz.

Eine bessere Beleuchtung und eine bessere Befestigung des Weges sollen mehr Sicherheit schaffen. Blei hofft auf Unterstützung durch den Gemeinderat, um die Zufahrtstraße zu entschärfen. Seiner Meinung nach solle an dieser Stelle eine verkehrsberuhigte Zone entstehen.

Im Juni will die GKWG mit dem ersten Bauabschnitt (Häuser 16 bis 20) beginnen. Der zweite Bauabschnitt (die Häuser 11 bis 15 und die Außenanlagen) kommen dann 2013 an die Reihe.

Insgesamt will sich die GKWG die Sanierung rund drei Millionen Euro kosten lassen. Die Modernisierung beläuft sich alleine auf knapp 1,9 Millionen Euro. Zwar werden die Mieter künftig schöner wohnen, doch das wirkt sich auch auf ihre Miete aus. Blei betonte, dass die Mieterhöhung moderat ausfallen werde: maximal 1,70 Euro pro Quadratmeter. Insgesamt soll die Erhöhung pro Quadratmeter auf 6,70 Euro gedeckelt werden. Damit . Das steigt die durchschnittliche Kaltmiete einer Wohnung von derzeit 4,32 Euro auf 5,87 Euro pro Quadratmeter.

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