Dorfstüble darf anbauen

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isa

Der Pächter des Dorfstübles darf anbauen und die Gemeinde stattet die Umkleiden samt Nebenräume des BC Bodolz mit einer leistungsstarken Lüftung aus. Das ist das Ergebnis der jüngsten Gemeinderatssitzung auf der der Gemeinderat erneut über das Bauvorhaben ihres Pächters gesprochen hat. Das Bauvorhaben lag dem Gemeinderat schon einmal im September vor. Allerdings hatte das Gremium ihn zurückgestellt.

Zur Erinnerung: Ralf Eisenhut, als langjähriger Pächter des gemeindeeigenen Bodolzer Dorfstübles braucht mehr Platz, um das Restaurant und seinen Catering-Betrieb zu betreiben. Deshalb will er an der Rückseite des Gebäudes anbauen. Ursprünglich hatte er vor, dies direkt an und vor den Sanitärräume des BC-Bodolz zu verwirklichen. Was bedeutet hätte, dass die Duschen und Toiletten zugebaut worden wären und weder Tageslicht noch Frischluft mehr gehabt hätten. Für die Rätin in und ehemalige Vorsitzende des Ballspielclubs, Ingrid Gabelsberger, ein Unding. Denn abgesehen davon, dass die Räume dann kein natürliches Licht mehr hätten, wäre es auch nicht mehr möglich zu lüften. Und das, wo Verein und Gemeinde vor kurzer Zeit erst viel Geld und Arbeit in die Sanierung der schimmelgeplagten Sanitärräume gesteckt habe.

Pünktlich zur jüngsten Ratssitzung hatte der Pächter einen neuen Plan vorgelegt. Statt des zuvor angedachten 15,40 Meter langen Anbaus ist dieser nun auf 13,90 Meter verkürzt. Was bedeutet, dass der Anbau erst hinter den Duschraumfenstern beginnt. Allerdings seien nach wie vor die Umkleiden der Tennisdamen sowie die Toiletten verbaut, bemerkte Gabelsberger. „Hier gibt es keine wirksame Lüftung“, sagte die Rätin und sah noch immer die Schimmelgefahr gegeben. Grundsätzlich sei zudem die vorhandene mechanische Lüftung zu schwach, um die durch den Anbau wegfallende natürliche Lüftung noch zu bewältigen. Von dieser Meinung wich die Rätin auch dann nicht ab, nachdem der Pächter erklärt hatte, dass die Außenwand des BCB vom Anbau unberührt bleibe, weil das Kühlhaus mit 20 Zentimetern Abstand zur Wand angebaut werde. Ungeachtet dieses Umstands plädierte Ratsmitglied Gebhard Marte dafür, auf jeden Fall eine neue, leistungsstarke Lüftung einzubauen. „Denn das ist ein Thema, das uns sonst noch beschäftigen wird“, meinte er. Nachdem der Gemeinderat das Für und Wider diskutiert hatte stimmte er letztendlich dem Bauvorhaben des Pächters zu. Die Gemeinde wiederum wird sich um die angemessene Belüftung kümmern. Denn, wie Bürgermeister Christian Ruh betonte: „Das ist unsere Immobilie.“

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