Bodolzer Gemeinderäte stimmen schweren Herzens zu

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Besonders begeistert ist der Bodolzer Gemeinderat nicht über ein Bauvorhaben auf dem Taubenberg. Zwar sollen dort neun Wohnungen geschaffen werden, allerdings empfindet das Gremium die beiden geplanten Mehrfamilienhäuser als ziemlich massiv. Weil der Bauwerber aber alle baurechtlichen Bestimmungen eingehalten hat und ohnehin das Landratsamt die Zulässigkeit prüfen wird, hat das Gremium dem Bau der Gebäude auf der Kuppe des Taubenbergs zugestimmt.

Ein bestehender Schuppen soll abgerissen werden. Stattdessen sollen auf dem Grundstück gegenüber dem mexikanischen Restaurant auf dem Taubenberg zwei Mehrfamilienhäuser entstehen, die eine gemeinsame Tiefgarage haben. Während das kleinere 16 Meter lang und elf Meter tief ist, wird das größere 18 Meter lang und 14 Meter tief. „Es ist groß, aber optisch fügt es sich in die umliegende Bebauung ein“, erklärte Bauamtsleiter Stefan Ebe dem Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung. Damit hat die Gemeinde rechtlich keine Handhabe, um den Bau zu verhindern.

„Für mich ist es von der Größe her grenzwertig“, sagte Ratsmitglied Gebhard Marte, und auch sein Ratskollege Franz Joachim zeigte sich nicht sonderlich begeistert. Einerseits sei es ja begrüßenswert, dass Wohnungen gebaut würden, andererseits sei die Lage dieser beiden Gebäude „on top auf Taubenberg“. Zudem gab Franz Joachim zu bedenken, dass in der Tiefgarage zwar die Autos der Bewohner unterkämen. Autos von Besuchern müssten sich jedoch Parkplätze draußen suchen. Und das, wo dort, auch wegen des Restaurants, sowieso schon eine „angespannte Parksituation“ herrsche.

Auch Ratsmitglied Rudi Erath fand „die Bebauung grenzwertig“. Er hätte sich zu den Plänen zusätzlich eine Darstellung mit allen umliegenden Gebäuden gewünscht, um daraus dann die Höhenentwicklung der Gebäude zu erkennen. Dagegen bemängelte Mechthilde Witzigmann die moderne Dachform, die ohne einen Dachüberstand auskommt. „Das passt eigentlich nicht zum Taubenberg“, sagte sie und fand, dass die Gebäude eher in eine Stadt gehörten als in ein Dorf.

Weil der Bauwerber aber alle baurechtlichen Bestimmungen einhält und ohnehin das Landratsamt als obere Bauaufsichtsbehörde das letzte Wort hat, stimmte der Gemeinderat dem Bauvorhaben zu. Lediglich Gebhard Marte und Franz Joachim stimmten dagegen.

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