Bodolzer Abstgarten wird Heimat für zehn Familien

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Schwäbische Zeitung

„Wir waren Bodolzer, wir sind Bodolzer und wir werden jetzt hoffentlich für immer Bodolzer sein.“ Schöner als Ali Celebi es gesagt hat, lässt sich wohl kaum formulieren, was die Gemeinde Bodolz zusammen mit der Kreiswohnungsbaugesellschaft (GKWG) im neuen Wohngebiet „Im Abtsgarten“ bewerkstelligt hat. Mit ihren subventionierten Doppel- und Reihenhäusern haben die Kommune und die GKWG jungen Familien die Möglichkeit gegeben, sich den Traum von einem eigenen Heim zu erfüllen. Und wie die Gemeinde es wollte, sind es überwiegend Familien, die entweder schon in Bodolz wohnen oder hier gelebt haben.

Um für die Zukunft gerüstet zu sein und ihrem Ruf als familienfreundliche Gemeinde gerecht zu werden, hatte Bodolz die Hälfte des Baugebiets für sich reserviert und die GKWG als Investor und Träger mit ins Boot geholt. Die wiederum hat das Baulandmodell dann mit der Bau- und Siedlungsgenossenschaft (BSG) Allgäu umgesetzt. Nach nur zehnmonatiger Bauzeit sind jetzt mit drei Doppelhäusern und einem Reihenhaus insgesamt zehn Wohneinheiten entstanden, die wegen ihres günstigen Preises schon allesamt verkauft sind. Und zwar an zehn Familien mit insgesamt 16 Kindern.

Schon allein dies war Grund genug für die GKWG, alle am Bau Beteiligten - die Gemeindeverwaltung und Gemeinderäte, die neuen Eigentümer und ihre Nachbarn - zu einem gemeinsamen Baustellenfest einzuladen. „Wir feiern heute, dass die Zukunft Gestalt annimmt“, sagte Landrat Elmar Stegmann, der zugleich auch Aufsichtsratvorsitzender der GKWG ist, den zahlreich erschienenen Gästen. Doch auch, dass das für die Wohnungsbaugesellschaft „große Projekt“ trotz aller innergesellschaftlicher Turbulenzen um die Geschäftsführung problemlos und wie geplant über die Bühne gegangen ist, war mit ein Anlass für das Fest. Und so zeigte die GKWG hier Geschlossenheit.

Kurt Frömel, der neue Geschäftsführer, der die Wohnungsbaugesellschaft übergangsweise führt, betonte, dass „der Bau von Wohnungen für ortsansässige Familien zu den wichtigsten Aufgaben gehört, die ein kommunales Wohnungsunternehmen hat“. Bernd Ostermayer freute sich, dass die BSG mit dem Bau der Häuser beauftragt wurde und so auch in Bodolz ihr „Erfolgsmodell Reihenhaus für junge Familien“ verwirklichen durfte. Dabei vergaß er nicht zu erwähnen, dass dies nur dank des Bodolzer Baulandmodells möglich war. Denn dadurch sei der Grundstückspreis von den in der Gegend üblichen 300 bis 350 Euro pro Quadratmeter auf 150 Euro gesenkt worden.

Bürgermeisterin Ursula Sauter freute sich, dass mit dem Verkauf der Häuser an die jungen Familien die Rechnung der Gemeinde aufgegangen ist. Nämlich dass die Umsetzung des Baulandmodells ein weiterer Schritt sei Bodolz zu einem „attraktiven Wohnort mit vielfältigen gemeinsamen sozialen Aktivitäten“ zu entwickeln.

Doch nicht nur den Verantwortlichen war zum Feiern zumute. Angesichts dessen, dass die ersten Häuser noch diesen Monat bezugsbereit sind und sich damit auch das Versprechen des abgesetzten GKWG-Geschäftsführers Hans-Peter Meier erfüllt, freuten sich auch die Familien. So wie Ali, Claudia, Dennis und Jasmin Celebi. Sie lernten auf dem Baustellenfest nicht nur ihre Nachbarn kennen. Durch den Kauf eines Eigenheims müssen sie – hoffentlich – Bodolz nie mehr verlassen.

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