Aufbruch in die Moderne mit der „Scholle“

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Leo Putz’ Werk „Frühstück im Freien“ von 1907 aus der Sammlung Siegfried Unterberger.
Leo Putz’ Werk „Frühstück im Freien“ von 1907 aus der Sammlung Siegfried Unterberger. (Foto: Landratsamt)
Schwäbische Zeitung

Mit dem Vortrag „Aufbruch in die Moderne. Leo Putz in München“ gibt die Kunsthistorikerin Bettina Best am Samstag, 16. Juni, um 16 Uhr in Schloss Achberg einen Einblick in den historischen Hintergrund der Ausstellung „Sommerlicht. Leo Putz und ,Scholle’“.

In der Prinzregentenzeit um 1900 war die bayerische Landeshauptstadt die bedeutendste Kunstmetropole Deutschlands: Zwischen der Münchener Secession und dem Blauen Reiter nimmt die Künstlervereinigung „Scholle“ einen besonderen Rang ein, teilt das Landratsamt mit. Der gebürtige Tiroler Leo Putz (1869-1940) gelte heute als der wichtigste Vertreter der Gruppe. Die „Scholle“-Maler griffen in ihren Werken Stilelemente vom Impressionismus bis zum Jugendstil auf.

Mit gemeinsamen Ausstellungen hätten die zwölf Künstler für Aufsehen gesorgt und hohe Anerkennung gewonnen. Berühmt seien sie insbesondere mit ihren Darstellungen von Frauen in der Natur geworden, die durch die populäre Zeitschrift „Jugend“ weite Verbreitung gefunden habe.

In ihrem Vortrag stellt die Kunsthistorikerin den Künstler Leo Putz und sein Werk vor. Bettina Best promovierte 2000/01 an der Ludwig-Maximilians-Universität in München über die Secessionsbewegung. Sie war an zahlreichen Publikationen zur Münchner Secession und der „Scholle“ beteiligt und ist heute als Kuratorin, qualifizierte Kunstsachverständige des BVK und Dozentin an der LMU in München tätig. Der Vortrag findet im Rittersaal mit freier Platzwahl statt und ist im Ausstellungseintritt inbegriffen.

Mit Leo Putz und der Künstlergemeinschaft „Scholle“ stellt Schloss Achberg noch bis zum 21. Oktober wichtige Vertreter der Malerei im frühen 20. Jahrhundert vor. Auf drei Stockwerken werden in der Ausstellung „Sommerlicht“ rund 80 Gemälde, Zeichnungen und Grafiken aus der Sammlung des Meraner Unternehmers Siegfried Unterberger präsentiert.

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