Zwiefalter Advent erfährt tausendfache Wertschätzung

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Heinz Thumm

Vom Peterstor und dem Zwiefalter Münster bis zum Rathaus haben sich am Samstag über 60 festliche geschmückte Marktstände erstreckt und tausenden Besuchern attraktive Gelegenheiten zu Bummel und Einkauf geboten. Bei angenehmen Temperaturen und zeitweiligem Sonnenschein wandelten die Gäste entspannt zwischen historischen Gebäuden und alten Mauern und genossen auch die kulinarischen Angebote.

Viele Standbetreiber hatten schon am Freitagnachmittag ihre Marktstände aufgebaut. Eine aktive Rentnergruppe hatte unzählige Weihnachtsbäume als Abgrenzung zwischen die Stände gestellt. Auch der Platz vor dem Haupteingang zum Münster war mit zahlreichen kleinen und großen Fichten geschmückt.

Adventskränze sind die erste „Beute“

Im Morgengrauen begann dann der weitere Aufbau des Markts, unterstützt durch fleißige Helfer. Denn schon ab 10 Uhr suchten die ersten Besucher die Marktstände auf, um vielleicht das eine oder andere Schnäppchen zu finden. Vielfach geschmückte Adventskränze wurden als erste „Beute“ herumgetragen. Aus verschiedenen Materialien, oft mit farblich passenden Kerzen und Schmuckstücken, konnte fast jeder Wunsch erfüllt werden.

Es war amüsant, die vielen Merksätze, Umgangsregeln und Ratschläge auf Holzbrettern, Tafeln und Karten zu lesen. Ausgesägte Bretter, Variationen mit Kerzen, gestrickte, genähte und geflochtene Kinderkleidung – alles war im Angebot. Herrliche deutsche und französische Mistelzweige fanden reißenden Absatz, wie auch frische Backwaren, Brödle. Marmeladen, Honig und Süßigkeiten.

Vielfältige Düfte zogen durch die Gassen. Frische Waffeln und köstlicher Punsch bot auch für die Kinder nette Angebote. Ständig umlagert war der Stall mit Schafen und Eseln, die viele Streicheleinheiten abbekamen. Wie immer vielbesucht war der große Platz vor dem Rathaus. Auf dem Feuer wurden Würste gebraten, in einer riesengroßen Pfanne wurden Muscheln in kräftiger Soße erhitzt. Viele Stehtische und Nischen lockten zu einem mehr oder weniger langen Aufenthalt, zum Probieren und Genießen.

Als Bürgermeister Matthias Henne um 14 Uhr den Adventsmarkt offiziell eröffnete, hatte gerade die Jugendkapelle unter Leitung von Alexander Ott mit flotten und modernen Weisen die musikalische Begleitung aufgenommen. Henne bedankte sich herzlich bei den vielen Helfern, die einen kräftigen Beifall von den vielen Gästen in der Nachmittagssonne bekamen. Im weiteren Verlauf spielte auch die Musikkapelle Hayingen und an verschiedenen Plätzen sang der Engelschor des Kreisgymnasiums Riedlingen feierliche weihnachtliche Melodien.

Gedichte, Lieder, strahlende Kinderaugen

Als dann gegen 17.30 Uhr der Nikolaus einzog, wurde es eng vor dem Zwiefalter Münster. Strahlende Kinderaugen unter unzähligen Lichtern, Gedichte und Lieder ergaben eine wunderbare Stimmung. Und bald eilten die Kinder froh und glücklich mit ihrem Geschenk zu den Eltern und Großeltern, um ihre Freude zu teilen.

Auf den Plätzen und in den Gängen standen bald darauf Gruppen von Besuchern zusammen und ließen sich die Köstlichkeiten des Markts schmecken. Immer mehr Lichterketten erhellten die Dunkelheit, in Feuerkörben flackerten Holzscheite und wärmten die umstehenden Gruppen. Eine friedliche und freundliche Stimmung lag über dem ganzen Areal.

Erst Stunden später wurden die Reihen lichter und nach und nach begannen dann ab 21 Uhr die ersten Stände mit dem Zusammenräumen der Marktartikel. Ohne Hektik und in guter gegenseitiger Absprache folgte der Abbau der Stände und später auch der Abtransport. Die jugendlichen Teilnehmer zogen bereits in Richtung Schneeparty in die Rentalhalle und feierten für alle einen glücklichen Abschluss des Zwiefalter Advents.

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