Zwiefalten wird zur Narrenhochburg

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Die Zwiefalten Masken (von links) Rälle, Bär, Hansel und Gockel laden zum Freundschaftreffen ein
Die Zwiefalten Masken (von links) Rälle, Bär, Hansel und Gockel laden zum Freundschaftreffen ein (Foto: Thumm)
Heinz Thumm

Seit 254 Jahren wird in Zwiefalten Fasnet gefeiert. Der Klosterrälle und der Zwiefalter Hansel sind schon in der klösterlichen Literatur erwähnt. Auf einem historischen Plakat wird für den 12. Februar 1929 zu einem „seit altersher bekannten Fastnachtsumzug“ eingeladen. Im darauffolgenden Monat März wurde „von engagierten Zwiefaltern mit der Gründung eines Narrenvereins eine Struktur gegeben“.

Für die gesamte Zwiefalter Alb war und ist Zwiefalten ein beliebter Anziehungspunkt – nicht nur in der Fasnetszeit. Wenn am16./17. Februar zum Freundschaftstreffen in Zwiefalten eingeladen wird, dann strömen aus allen Richtungen tausende von Narren und Besuchern, Musikkapellen, Fanfarenzüge und Guggenmusiken um rund um die Klostermauer durch den Ort zu ziehen. Dann wird nach der Tradition der „alten Zwiefalter Fasnet Freundschaft gefeiert und gelebt“.

In einem „logistisch und organisatorisch guten Miteinander“, so Bürgermeister Matthias Henne, wurden die Vorbereitungen gemeinsam getroffen. Zunftmeister Jochen Fundel und unzählige Helfer sind seit Monaten darauf aus, beste Voraussetzungen für das Treffen zu organisieren. Die über 250 Zwiefalter Maskenträger der Narrenzunft stimmen sich gerade bei den ersten Umzügen der aktuellen Fasnetssaison auf die Festivitäten ein. Die Schirmherrschaft für dieses Jubiläum haben Bürgermeister Matthias Henne und der baden-württembergische Sparkassenpräsident Peter Schneider übernommen.

Am Samstag, 16. Februar, um 17 Uhr findet ein Gottesdienst für Narren im Kapitelsaal des Zwiefalter Münsters statt. Um 18 Uhr wird nach einem kleinen Umzug durch den Park und über den Münsterplatz vor dem Peterstor der Narrenbaum gestellt. Zimmerleute der Firmen Hamberger und Bayer werden den verzwieselten Baum vor den Augen der Narren aufstellen.

Im Anschluss daran sind alle Teilnehmer zu einem närrischen Abend ins Bräuhaus eingeladen. Damit wird die alte Tradition der Wirtshausfasnet wieder zum Leben erweckt und an die alten Zeiten erinnert. Für närrische Stimmung ist bestens gesorgt mit Live-Musik und Rälle-DJ Gerold Hofmaier. Der Eintritt ist frei.

Für das jüngere Narrenvolk beginnt um 19 Uhr die große Ü-16-Fasnets-Party in der Rentalhalle. Federführung hat dort der Förderverein der Narrenzunft, auf der Narrendisco spielen die aus Daugendorf bekannte Gruppe M-Style und Niglesback. Der Eintritt beträgt drei Euro.

Am Sonntag, 17. Februar, wird um 9.30 Uhr ein Zunftmeister-Empfang im Haus-Adolph-Kolping abgehalten. Prominenz hat sich schon angemeldet und wird sicher eine gute Einstimmig auf den weiteren Verlauf einbringen. Um 14 Uhr beginnt der große Narrensprung mit 39 Narrenzünften und rund 3500 Narren aus der Vereinigung Freier Oberschwäbischer Narrenzünfte (VFON) und weiteren Zünften aus umliegenden Ortschaften.

Aufstellung ist auf dem Marktplatz und in der Sägmühlstraße. Der Umzug führt durch die Hauptstraße, die Festbühne wird vor der Brauereigaststätte aufgestellt sein. Nach dem Zug über die Mauerstraße wird sich der Umzug bei der Rentalhalle auflösen.

Neben den Zwiefalter Lokalen wird im Haus Adolph-Kolping Kaffee und Kuchen angeboten, die Rentalhalle steht – wie am Vorabend – den Gästen zur Verfügung. Die Monsterbar des Fanfarenzugs hat dieses Jahren ihren Platz im hinteren Mühlehof, und weitere Partyzelte befinden sich bei der Rentalhalle.

Der Eintritt beim Umzug beträgt vier Euro. Jeder Umzugsbesucher erhält als Andenken ein kleines Rälle-Mäskle. Wer dieses Rälle-Mäskle zum Narrensprung am Fasnetssonntag wieder mitbringt, erspart sich her den Eintritt. rund um die Klostermauer

Am Samstagabend ist die Hauptstraße von 17 bis 19 Uhr von der Kreissparkasse bis zum Bierhimmel gesperrt, es erfolgt eine innerörtliche Umleitung über die Sägmühl- und Mauerstraße. Am Sonntag wird der überörtliche Verkehr weiträumig umgeleitet. Die Ortsdurchfahrt ist ab 12 bis um 17 Uhr vollständig gesperrt. Es gibt keine innerörtliche Umleitung.

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