Einbrecher nutzen die frühe Dunkelheit in den Abendstunden aus, um auf Beutezug zu gehen.
Einbrecher nutzen die frühe Dunkelheit in den Abendstunden aus, um auf Beutezug zu gehen. (Foto: Andreas Gebert/dpa)
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Mit den länger werdenden Nächten haben auch Einbrecher wieder Hochkonjunktur. Diese nutzen gerade seit der Zeitumstellung die frühe Dunkelheit in den Abendstunden aus, um auf Beutezug zu gehen. Darauf macht das Polizeipräsidium Reutlingen in einer Pressemitteilung aufmerksam.

Obwohl die Fallzahlen des Wohnungseinbruchs im Bereich des Polizeipräsidiums Reutlingen seit dem Höchststand im Jahr 2014 (1045) um knapp die Hälfte reduziert werden konnten (2018: 543), bleibt die Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität weiterhin ein Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit. Durch verstärkte lage- und brennpunktorientierte Maßnahmen soll sowohl die präventive als auch die repressive Bekämpfung dieser Delikte weiter vorangetrieben werden. Insbesondere durch offene Präsenz, gezielte Streifentätigkeit, Intensivierung der Fahndungsmaßnahmen, bei denen auch zivile Kräfte zum Einsatz kommen, sowie verstärkte Kontrollen insbesondere an Ausfallstraßen, sollen nicht nur potenzielle Täter abgeschreckt werden, es sollen auch verstärkt Hinweise für die Aufklärung von zurückliegenden Einbrüchen gewonnen werden. Dabei werden die örtlichen Kräfte der Polizeireviere, der Verkehrs- und Kriminalpolizei durch Beamte des Polizeipräsidiums Einsatz, Polizeihundeführer- und Reiterstaffel sowie durch spezielle Fahndungskräfte des Präsidiums unterstützt. Schwerpunktkontrollen, an denen auch Beamte der Bundespolizei und der Zollfahndung zum Einsatz kommen, runden das Konzept ab. In dem speziellen Arbeitsbereich „Wohnungseinbruchsdiebstahl“ bei der Kriminalpolizei führen besonders geschulte Spezialisten mit den Kriminaltechnikern Hinweise und Spuren zusammen. So können Tatzusammenhänge schneller erkannt und oftmals Täter dingfest gemacht werden.

Ein Großteil der Wohnungseinbrüche wird in den Nachmittags- und frühen Abendstunden verübt. Nicht nur, aber insbesondere in diesen Zeiten wird die Polizei mit Streifen und Kontrollen verstärkt präsent sein. Doch die Polizei allein kann Einbrüche nicht gänzlich verhindern. „Hier sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen, sei es durch Hinweise auf verdächtige Personen oder Situationen oder die richtige Sicherungstechnik“, so die Polizei. Denn viele Einbrüche könnten durch richtiges Verhalten und die richtige Sicherungstechnik verhindert werden.

Dass Präventionsmaßnahmen wirken, belege der in den vergangenen Jahren stetig gestiegene Anteil der Einbruchsversuche. Immer mehr Täter scheitern offenbar an den Sicherungseinrichtungen der Wohnungen oder werden gestört. Schon durch einfache Maßnahmen könne jeder etwas für seine Sicherheit tun und seine Wohnung oder sein Haus technisch optimieren. „Für die Einbrecher ist es wichtig, dass alles möglichst schnell geht. Leisten Fenster und Türen erheblichen Widerstand, geben die Ganoven ihr Vorhaben schnell auf“, so die Polizei. Gerade bei Neu- oder Umbauvorhaben ließen sich Sicherungsmaßnahmen kostengünstig umsetzen oder nachrüsten.

Daher empfiehlt die Polizei, sich nach Terminabsprache in der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Reutlingen, Urbanstraße 22 in Reutlingen, über die richtigen Sicherungsmaßnahmen zu informieren. Auf Wunsch kommt auch ein Berater nach Hause, um vor Ort Vorschläge zu unterbreiten, wie Haus oder Wohnung wirksam gesichert werden können. Sämtliche Beratungen sind kostenlos. Zur Terminvereinbarung erreichen Sie die Geschäftsstelle der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle des Einbruchschutzes, unter der Telefonnummer 07121/942-1202 oder per E-Mail unter reutlingen.pp.praevention@polizei.bwl.de. Zusätzlich wird in nächster Zeit in mehreren Städten im Präsidiumsbereich der Info-Truck des Landeskriminalamts Baden-Württemberg unterwegs sein. Die genauen Termine und die Standorte des Informationsfahrzeuges werdenonline https://ppreutlingen.polizei-bw.de veröffentlicht.

Darüber hinaus möchte das Polizeipräsidium auf die bundesweite Kampagne „K-Einbruch“ hinweisen, die sich speziell mit der Prävention des Wohnungseinbruchs befasst. Auf der Internetseite www.k-einbruch.de gibt es neben Verhaltenstipps auch produktneutrale Informationen zu geeigneter Sicherungstechnik. Des Weiteren kann man sich durch ein interaktives Haus klicken, das die Stellen an Haus und Wohnung aufzeigt, die besonders gesichert werden sollten.

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