Weiche Linien und die Lust, etwas Neues zu schaffen

Lesedauer: 3 Min

Die Zwiefalter Künstlerinnen Elvira Gresham (links) und Gabriele Herter präsentieren im Peterstor zwei unterschiedliche Kunstri
Die Zwiefalter Künstlerinnen Elvira Gresham (links) und Gabriele Herter präsentieren im Peterstor zwei unterschiedliche Kunstrichtungen mi eindrucksvollen Ergebnissen. (Foto: Heinz Thumm)
Heinz Thumm

Die Ausstellung im Zwiefalter Peterstor ist bis 30. September jeweils an den Wochenenden, samstags von 13 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr zu besichtigen, der Eintritt ist frei.

Was für eine Atmosphäre im Dekanatsgarten Zwiefalten: Unter schattigen Kastanien im an der vorbeifließenden Zwiefalter Ach, umrahmt vom flotten Trompetenspiel versammelten sich weit über 100 Besucher zur Vernissage der Zwiefalter Künstlerinnen Elvira Gresham und Gabriele Herter. Ralf Aßfalg, zweiter Vorsitzender des Geschichtsvereins Zwiefalten, führte freudig in die Ausstellung ein und fasste zusammen: „Die Zwiefalter können wirklich stolz auf ihre Frauen sein!“

Gabriele Herter lernte Farben und Formen in der elterlichen Malerwerkstatt kennen, wurde dann Bauzeichnerin und beschäftigte sich nach einem Töpferkurs intensiv mit Ton. Die freien Formen und ihr Motto „Weniger ist mehr“ führten sie zu weichen Linien, mit denen sie den Formen Ausdruck verleiht.

Heute stellt sie die Tonplastiken auch schamottiert, als Bronzeguss und -skulpturen her. Variabel sind auch die Unterlagen aus Gauinger Travertin, Böttinger Marmor, auf Basalt, auf Schwarzjura oder blattvergoldet.

Durch ihre enge Zusammenarbeit mit dem Biosphärenzentrum in den letzten Jahren vertiefte sich ihre Beziehung zu ihrer Heimat, der Schwäbischen Alb. Plastiken mit „Albschafen“ oder auch „Albschnecken“ sind die Resultate dieses Schaffens und erfreuen das Auge.

Elvira Gresham malt mit Ölfarbe auf Leinwand bunt und farbenfroh und gestaltet in realistischer Art, Abbildungen ihrer Liebe zur Natur, ihrer Familie und ihrer Heimat. Und dies in Zwiefalten oder in Australien, wo sie viele Jahre gelegt hat. Als Gründe für die Malerei nennt sie Selbstbesinnung, Ausdruck ihrer Spontanität und die Lust, etwas Neues zu erschaffen. In der figurativen Darstellung zeigt sie die Schönheiten der Natur in ihrer ganzen Vielfalt.

Die Umrahmung der Vernissage leisteten mit eindrucksvollem Trompetenspiel Peter Müller und Klaus Schirmer. Die Resonanz der Besucher war überwältigend. Bei einem Rundgang durch die Ausstellungsräume im Zwiefalter Peterstor strahlten die Künstlerinnen große Lebensfreude aus und erzählten viel über ihr Leben und Wirken.

Die Ausstellung im Zwiefalter Peterstor ist bis 30. September jeweils an den Wochenenden, samstags von 13 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr zu besichtigen, der Eintritt ist frei.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen