VfB-Fan mit Autogramm-Elektrorollstuhl

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 Neuer Rollstuhl und ein Bild mit seinem Idol: Stefan Ludwig von Paravan (von links), Kevin Okon und Mario Gomez.
Neuer Rollstuhl und ein Bild mit seinem Idol: Stefan Ludwig von Paravan (von links), Kevin Okon und Mario Gomez. (Foto: Paravan)
Schwäbische Zeitung

Eine ganz besondere Spendenübergabe für Kevin Okon gab es beim VfB Stuttgart. Ein neuer Rollstuhl PR 50 – gespendet von der Paravan GmbH – und obendrein noch eine Begegnung mit den Spielern seiner Lieblingsmannschaft. Kevin Okon fehlten die Worte. Die Aktion geht auf eine Initiative zwischen dem VfB Stuttgart und der Paravan GmbH zurück. Kevin Okon arbeitet in den Neckartalwerkstätten und ist bekennender Fan des VfB Stuttgart. Mit seiner Dauerkarte ist er bei jedem Heimspiel seiner Mannschaft.

Der 28-Jährige ist von Geburt an körperlich beeinträchtigt und seit 2016 auf einen Rollstuhl angewiesen. Seit 2014 arbeitet er in den Neckartalwerkstätten der Caritas in Stuttgart Hedelfingen, die mit VfB fairplay kooperieren. Im Moment ist er noch mit einem Aktivrollstuhl unterwegs, fährt jeden Tag anderthalb Stunden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von Zuffenhausen nach Hedelfingen. „So lange es geht möchte ich den Weg aus eigener Kraft bewältigen“, sagt er bei der Übergabe. Doch an seinem Arbeitsplatz ist er auf den Elektro-Rollstuhl angewiesen, um effektiv arbeiten zu können. Mit Blick auf sein fortschreitendes Krankheitsbild wird er in naher Zukunft allerdings auch die Strecke zwischen seinem Arbeitsplatz und seien Wohnung mit dem Elektro-Rollstuhl zurücklegen müssen.

Der von Paravan entwickelte PR 50 ist ein Vollfunktionsrollstuhl, der auch direkt als Fahrersitz eingesetzt werden kann. „Somit ist er ein zentraler Baustein für die ganzheitliche Lösung um Menschen mit schweren Bewegungseinschränkungen wieder zu einer selbstbestimmten Mobilität zu verhelfen“, erklärt Stefan Ludwig, Leiter Rollstuhlsysteme. Mit einer minimalen Lifthöhe von 42 cm kann Kevin Okon mit dem E-Rollstuhl bequem unter die Werkbank fahren, allerdings durch die maximale Sitzhöhe von 80 Zentimetern mit anderen auf Augenhöhe kommunizieren oder weit oben liegende Gegenstände erreichen. „Damit ist er an seinem Arbeitsplatz jetzt deutlich flexibler“, berichtet Gerhard Sohst, Leiter Neckartalwerkstätten des Caritasverbandes in Stuttgart. Mit der eingebauten stufenlosen Kantelfunktion kann er den Rollstuhl wahlweise als Aufstehhilfe oder zum Entspannen nutzen. „Der Rollstuhl stellt für Kevin Okons Bewegungseinschränkungen, der bisher mit einem klassischen Aktivrollstuhl unterwegs war, eine zukunftsfähige Lösung dar, die ihm später einmal ermöglicht, unabhängig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu kommen“ sagt Stefan Ludwig.

Zudem verschafft die Höhenverstellung Kevin Okon, der bei fast jedem Heimspiel in der Mercedes-Benz Arena ist, einen optimalen Blick auf das Fußballfeld. „Man spürt den VfB Spirit bereits, wenn man den Empfang in den Werkstätten betritt“, berichtet Ludwig. „Überall hängen VfB Fahnen. Hier sind viele echte Fans zu Hause. Daher ist der Elektro-Rollstuhl auch in den Fan-Farben gehalten.“ Die Unterschriften der VfB Spieler bei der Spendenübergabe machen den „Rolli“ zu einem echten Unikat. „Mein größter Wunsch war es, einmal Mario Gomez zu treffen“, sagt Kevin Okon begeistert. Als er dann aber nicht nur auf seinem Rollstuhl unterschrieben, sondern sich auch Zeit für gemeinsame Fotos genommen hat, war das für Kevin etwas ganz Besonderes. Auch Jochen Röttgermann, Vorstand Marketing und Vertrieb beim VfB, freute sich mit Kevin und dankte Paravan ganz herzlich für diese großartige Spende.

Mit dem neuen Rollstuhl kann Kevin Okon seinen Radius auch im privaten Umfeld erweitern. „Diese Selbstständigkeit möchte ich mir auch weiterhin bewahren und nicht mit einem Fahrdienst zur Arbeit gebracht werden“, freut sich Kevin Okon. „Er kann nun auch Entfernungen bewältigen, die ihm bisher verschlossen waren“, ergänzt sein Arbeitgeber. Durch den elektrischen Rollstuhl kann er seine Lebensqualität steigern, ohne fremde Hilfe auch weitere Distanzen zurücklegen.“

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