Unter den Linden von Upflamör

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Der Musikverein Friedingen erfreute die Besucher mit flotter Blasmusik.
Der Musikverein Friedingen erfreute die Besucher mit flotter Blasmusik. (Foto: Heinz Thumm)
Heinz Thumm

In einem der arbeitsintensivsten und vielfältigsten Jahre für die Dorfgemeinschaft Upflamör ist am Wochenende das traditionelle Dorffest gefeiert worden. Auf der Westseite des kleinen Bergorts unter mächtigen Linden war ein Festzelt aufgebaut. Der Blick geht von hier aus weit in Richtung Dürrenwaldstetten und ins Friedinger Tal und beeindruckt die Besucher immer wieder.

Am Samstagabend startete der Auftakt mit einem lauen Sommerabend in stimmungsvoller Atmosphäre. Viele Gäste zogen es vor, im Freien zu sitzen. Unter dem Motto „Reaktorparty“ wurden bunt leuchtende Cocktails und Getränke angeboten. Ein DJ legte flotte Musik auf und so verging die Zeit wie im Flug.

Mit dem Einbruch der Dämmerung wurden die Lichterketten unter den Bäumen aktiviert und schon bald bestaunten die Besucher den leuchtenden Sternenhimmel und konnten sich nicht sattsehen. Als Überraschungsgast war der Regisseur des Landestheaters Tübingen, Arnd Heuwinkel, beim Dorffest mit dabei. Im Rahmen der Theaterwerkstatt Schwäbische Alb war eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Bürgern in Upflamör und dem Theater Lindenhof zustande gekommen. Beim musikalischen „Open-Air-Dorfkrimi“ mit dem Titel „Der Schatz von Upflamör“ hatten 25 Bürger mitgespielt und „die Qualität des Landlebens“ lebendig präsentiert.

„Das werden wir so schnell nicht vergessen“, bestätigten die Schauspieler und freuten sich mit Arnd Heuwinkel über die gelungene Zusammenarbeit. Bis spät in der Nacht saßen die Theatergruppen zusammen. Für den Regisseur wurde in Uplamör gleich ein Schlafplatz angeboten, den er gerne annahm.

Bis um 5 Uhr in der Früh wurde das Zelt umgebaut für den sonntäglichen Gottesdienst und danach verabschiedeten sich auch die letzten Gäste ohne Murren.

„Schön zufrieden“, äußerte sich Florian Schwendele für die Dorfgemeinschaft Upflamör am Sonntagmorgen vor dem Festgottesdienst. Traditionell umrahmte der Musikverein Friedingen den Gottesdienst und spielte anschließend auch zum Frühschoppen und Mittagessen auf. Die Gäste ließen es sich gut gehen und genossen die leckeren Speisen. Für den Transport der stets frischen original „Upflamörer Denneten“ war extra ein schneller „Leiterwagendienst“ mit Jugendlichen eingeteilt worden.

Um 12 Uhr wurde der „Kunsthandwerker- und Schlemmermarkt“ unter den Linden eröffnet. Insgesamt sieben Marktstände waren aufgeboten und offerierten ein vielseitiges Programm. Viel beachtet war wieder einmal der Stand mit Holzkunstwerk von Felix Högner. Ob Engel aller Art oder krähende Hähne oder sonstige Motive: Högner versteht es mit besonderem Geschick immer wieder, die Besonderheiten im Holz hervorzuheben.

Allerlei Strickereien wurden von der Sockenstrickervereinigung Hechingen gegen eine Spende an die Kinderklinik Tübingen abgegeben. Selbstgemachter Schmuck, Obst- und Gemüseschnitzereien, Taschen und Täschchen und vieles mehr wurde angeboten. Und natürlich auch frische Wurstwaren, Brotaufstriche und Öle vom Hofladen, Nudeln und Alblinsen. Das Angebot wurde ergänzt durch Heilpflanzenkosmetik und Seifen aller Art.

Zur musikalischen Unterhaltung in den Nachmittagstunden spielte dann die Ehemaligenkapelle aus Altheim auf. Mit Spannung wurde die Verlosung mit vielen tollen Preisen erwartet.

Am Montag Feierabendhock

Mit Freude erwarten viel Freunde der Upflamörer Dorfgemeinschaft den Feierabendhock am Montagabend ab 17 Uhr. Da wird noch einmal die Geselligkeit hoch stehen und für gute Stimmung sorgt ab 19.30 Uhr die Musikkapelle Pflummern.

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