Spanisches Flair auf der Schwäbischen Alb

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 Die silberne Herde Marbachs.
Die silberne Herde Marbachs. (Foto: Stephan Kube)
Schwäbische Zeitung

Nur noch wenige Tage bis zur Premiere: Am Sonntag, 29. September, findet die erste Marbacher Hengstparade statt, und auch am Tag der Deutschen Einheit, 3. Oktober, und am Sonntag, 6. Oktober, zieht das Haupt- und Landgestüt Marbach Zuschauer zu den traditionellen Hengstparaden auf die Schwäbische Alb. In diesem Jahr hisst Marbach die gelb-roten Flaggen – das Gastland Spanien präsentiert sich von seiner schönsten Seite.

Ein Feuerwerk spanischer Tänze und Reitweisen erwartet die Hengstparadenbesucher gleich zu Beginn: Die temperamentvolle Tänzerin Ana Ayromlou zaubert gemeinsam mit ihrem Reitpartner Oliver Jubin, der Tanzschule Gitte Wax, der Voltigiergruppe Marbach und der spanischen Reitergruppe „Walther Bruns“ echtes spanisches Fiesta-Feeling mitten in die Arena. Aus Cordoba in Spanien reisen die stolzen Reiter des ehemals königlich-spanischen Marstalls in Cordoba, Córdoba Ecuestre, an und präsentieren vollendete spanische Reitkunst mit ihren Pferden reiner spanischer Rasse.

Der königliche Marstall von Córdoba ist die Wiege der Zucht eines der besten und berühmtesten Pferde, das die Geschichte hervorgebracht hat: Das reinrassige Spanische Pferd (P.R.E.), das auch unter dem Oberbegriff „Andalusier“ bekannt ist. Viele Facetten der spanischen Reiterei und der dort beheimateten Pferderassen erfahren die Besucher im Programm. Beim Sevillanas-Tanz wird die Grazie einer Flamenco-Tänzerin mit der Eleganz eines Pferdes vereint. Die äußerst aufmerksamen und gut trainierten Pferde begleiten, zusammen mit ihren Reitern, die Tänzerin zum Beat des Sevillanas-Tanzes. Die Garrocha ist ein beliebtes Element bei Pferdeshows geworden, das Einblicke in die Arbeit der Vaqueros auf den andalusischen Weideflächen gibt.

Pferdestarken Schwung bringen die zehn Zweispänner in einer Galopp-Quadrille mit ihren baden-württembergischen Fahrern. Die jüngsten der Marbacher Pferde verzaubern in ihrer spielerischen Art besonders die kleinen Besucher auf den Rängen. Geballte Power bringen die 24 Schwergewichte der Kaltblutrassen Freiberger, Schwarzwälder und Rheinisch-Deutsches Kaltblut in die Arena. Zu Ehren des Gastlands Spanien präsentieren die Marbacher „Gestüter“ die Quadrille gemeinsam mit den Reitern aus dem ehemaligen Marstall der spanischen Könige in Córdoba.

An den Hengstparade-Tagen öffnet das Gestüt seine Tore schon ab 9.30 Uhr, die Bewirtung lädt bereits zu einem zünftigen zweiten Frühstück. Ab 11 Uhr findet im Gestütsinnenhof am Stutenbrunnen das Hofkonzert statt. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 12 Uhr. Oberhalb der Hengstparadenarena können die Besucher durch die Verkaufsausstellung schlendern.

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