Schulstandort bleibt erhalten

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 Die Münsterschule Zwiefalten bleibt Schulstandort und wird in den nächsten Jahren umfassend saniert.
Die Münsterschule Zwiefalten bleibt Schulstandort und wird in den nächsten Jahren umfassend saniert. (Foto: Heinz Thumm)
Heinz Thumm

18 Zuhörer, vor allem Lehrerinnen und Lehrer der Münsterschule, verfolgten gespannt die Sitzung des Zwiefalter Gemeinderats und spendeten kräftigen Beifall als Bürgermeister Matthias Henne in der Sitzung über das Sanierungskonzept Münsterschule Zwiefalten bekanntgab: „Zwiefalten wird Realschulstandort bleiben!“

Seit über einem Jahr wurde erst über ein Schulentwicklungskonzept und dann über eine intensive Bestandsuntersuchung zur Prüfung der Förderfähigkeit verhandelt. Mit dem Schulamt Tübingen wurden mehrfach alle Punkte einschließlich einer Prognose erörtert. Die Zahlen aus den Kindergarten der Umgebung zeigten einen hohen Bedarf und so wurde eine maximal eineinhalbzügige Realschule und eine gesicherte Einzügigkeit für die Grund- und Hauptschule zugesagt.

Der bauliche Zustand wurde nach der Untersuchung durchaus gut beurteilt und doch wurden die Sanierungskosten nach verschiedenen Varianten auf Beträge zwischen 4,5 bis über sieben Millionen eingeschätzt. Daraus ergaben sich komplexe und nicht einfache Diskussionen. Positiv wurde festgehalten: der gute Ruf der Schule und die guten Leistungen der Abgänger, wie auch die zumutbaren Entfernungen von den Nachbarorten. Dem gegenüber standen eine Vielzahl weiterer und kostenintensiver Aufgaben für die Gemeinde.

Mit der Bekanntgabe des Erhalts des Schulstandorts fielen zentnerschwere Steine der Erleichterung von den Schultern der Verantwortlichen. „Das war kein einfacher Prozess!“ atmete Bürgermeister Henne auf und sprach ein großes Kompliment an die Schulleitung der Münsterschule aus. Rektorin Sabine Heißel und Konrektorin Monika Meng-Schwaibold hätten sich mir ihrem Lehrerteam immens eingesetzt.

Henne führte weiter aus: In der Diskussion waren auch ökonomische, ökologische und demographische Gesichtspunkte erörtert worden. Nun kann als ein Signal an die Öffentlichkeit und ein Zeichen für die Region die positive Nachricht bekannt gemacht werden. In den weiteren Schritten gelte es nun klug zu organisieren und zu strukturieren, damit sinnvolle Maßnahmen ergriffen werden für die weitere Entwicklung der Schule.

Bettina Heißel bedankte sich für die verantwortungsvolle Diskussion. Sie freut sich, dass der Gemeinderat hinter der Schule steht und nun rasch ein Startschuss erfolgen kann. Gemeinderat und stellvertretender Bürgermeister Bruno Auchter hofft, dass der positve Ansatz fortgesetzt werden kann und „die Region nicht im Regen stehen bleibt weil der ländliche Raum nicht alle Voraussetzungen erfüllen kann“.

Klaus Käppeler erinnerte daran, dass in der 1960er Jahren die Münsterschule als Verbundschule geschaffen und mit diesem besonderen Merkmal ein Kleinod wurde. Er hofft, dass die finanziell gute Situation des Landes anhält und die Schule die verdiente Hilfen bekommen kann.

Maria Knab-Hänle hat die Schule 14 Jahre begleitet und viele emotionale Diskussionen erlebt und erklärte: „Wir wollen diese Schule und haben die nötige positive Außenwirkung gezeigt in der Hoffnung, dass wir wahrgenommen werden!“

Mit dem nachfolgenden einstimmigen Beschluss wurde die Entscheidung für Zwiefalten als Schulstandort bekräftigt. Der Gemeinderat wird die notwendigen Maßnahmen festlegen, finanzielle Beträge in den Haushaltsplan einsetzen und damit den 1. Bauabschnitt 2019/20 für die Schulsanierung auf den Weg bringen.

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