Köhlermeister Georg Geiselhart freut sich darauf, dass auf der Kohlplatte in Münzdorf in den nächsten Tagen reger Betrieb herrs
Köhlermeister Georg Geiselhart freut sich darauf, dass auf der Kohlplatte in Münzdorf in den nächsten Tagen reger Betrieb herrschen wird. (Foto: Heinz Thumm)
Heinz Thumm

Auf der Münzdorfer Kohlplatte geht es in den kommenden Tagen heiß her: Am Freitag wurden zwei Kohlenmeiler auf Laubholz dicht an dicht aufgesetzt, am Montag folgte die Abdeckung mit Gras und Lösche, am Dienstag werden die beiden Kohlenmeiler von den Köhlern Norbert und Max Geiselhart entzündet.

Köhlermeister Georg Geiselhart ist täglich bei den Kohlenmeilern anzutreffen. Mit zahlreichen Helfern wurden die Meiler sorgfältig aufgeschichtet und in Form gebracht. Krumme Holzscheite wurden abgesägt und so eingelegt, dass keine Hohlräume im Aufbau entstehen. Der Schacht in der Mitte des Meilers wurde extra freigehalten und wird später zum Anbrennen entzündet.

Für die Köhler beginnt am Dienstag eine strenge Zeit. Für voraussichtlich mindestens zehn Tage und Nächte muss der Meiler alle zwei Stunden kontrolliert und abgeklopft werden, damit das Verkohlen des Holzes im Inneren sauber erfolgt. „Wir warten dringend auf Niederschlag“, erklärt Georg Geiselhart und erzählt, dass dann das kontrollierte Verkohlen einfacher und unproblematisch erfolgen kann. Der Verkohlungsvorgang darf vor allem nicht zu schnell vor sich gehen.

Gäste sind willkommen

An allen Tagen sind Besucher auf der Kohlplatte gern gesehen, die auch gerne Informationen zum alten Köhlerhandwerk einholen können. Es ist damit zu rechnen, dass immer wieder außer den Stammgästen auch überraschende Gäste ihren Besuch abstatten werden. Auch sind bei den bisherigen Köhlertagen immer wieder Musikgruppen vorbeigekommen und haben zur Unterhaltung aufgespielt. Die Köhlerfamilie wird die kulinarische Versorgung in gewohnter Weise übernehmen.

Die Planung sieht vor, dass die Kohlenmeiler – bei entsprechendem Witterungsverlauf – voraussichtlich am Samstag, 18. August, „ausgezogen“ werden. Bis dahin heißt es auf der Kohlplatte vielfach „Gut Brand“.

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