Kulinarische Vielfalt auf einem Fleck

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Heinz Thumm

Das Wetter machte es spannend: In der Nacht gingen noch einzelne Schauer nieder, am Morgen war alles nass und es nieselte weiter. Um die Mittagszeit kämpfte sich dann die Sonne durch und bis zum Beginn um 16 Uhr herrschten strahlender Sonnenschein und angenehme Wärme. Der perfekte Rahmen für den 10. Zwiefalter Vespermarkt. Das machte sich bemerkbar. Der Vespermarkt verzeichnete einen Rekord an Besuchern.

Strahlende Gesichter bei der Eröffnung. Bürgermeister Matthias Henne stellte eine „kulinarische Vielfalt konzentriert auf einem Fleck“ fest. Er lobte die Erzeuger der Lebensmittel, welche ihre „prall gefüllten Vorratskammern zur Verfügung stellen“. Außerdem dankte er allen Helfern für ihren intensiven Einsatz. Und die waren hernach gefordert, um alle Kundenwünsche rasch und freundlich zu erfüllen.

13 Erzeugerbetriebe aus der Region boten zahlreiche Spezialitäten und auch immer wieder Kostproben an. Von Amaranth-Rosenküchlein bis Ziegenkäse wurde für jeden Geschmack etwas angeboten. Die drei örtlichen Gasthöfe Bräuhaus, Felsen und Friedrichshöhle hatten sich abgestimmt und so war auch das Angebot an warmen Speisen breit gefächert.

Weil damit gerechnet wurde, dass nach der in diesem Jahr dritten Aufführung der Zwiefalter Festspiele viele Zuschauer auf dem Vespermarkt auftauchen würden, hatten fleißige Helfer nochmal einige Hundert Sitzgelegenheiten aufgestellt. Das war gut so, denn gegen 16.45 Uhr kamen Scharen von Besuchern auf den Markt. Unzählige Sonnenschirme boten angenehme Sitzmöglichkeiten und es mischten sich die Einheimischen mit Festspielbesuchern aus dem Umfeld – was zu einer guten Stimmung führte.

Frische Biere und Erfrischungsgetränke stillten den Durst und boten die Gelegenheit in mehreren Durchgängen eine gute Auswahl an Speisen zu verkosten. Für die Verdauung wurden edle Brände und Liköre sowie Erfrischungsgetränke mit Säften, Most und Mostschorle ausgeschenkt.

Dabei waren günstige Möglichkeiten zum Einkaufen angeboten ,von denen reichlich Gebrauch gemacht wurde. Ob Anisschnitten, Nudeln oder Backerbsen, selbsterzeugtes Gemüse und hofeigene Bioeier, Lammwurst und eine Reihe von Produkten „Rund ums Schaf“ – jeder oder jede konnte vielfältig auswählen.

Für eine ganze Reihe von örtlichen Besonderheiten wurden zeitlich versetzt Führungen angeboten. Auch das Psychiatriemuseum und das Peterstor waren stundenweise geöffnet und die Informationen waren vielfältig. Gut angenommen war auch die Biber- und Amphibienführung mit Franz Spannenkrebs. Mit seiner langjährigen Erfahrung konnte er viele Fragen beantworten und Verständnis für die Biberproblematik wecken.

Historischer Spaziergang

In einer 90-minütigen Führung „Auf den Spuren der Zwiefalter Mönche“ wurde den Besuchern in einem Spaziergang manches Gebäude mit seiner Nutzung erläutert und viele historische Hintergründe offen gelegt.

Auf dem Marktplatz zwischen der Zwiefalter Ach, dem Rathaus und dem ehrwürdigen Zwiefalter Münster stellte sich bis zum Abend eine wohlige Stimmung ein. Die Besucher genosen die Angebote und tauschten sich aus. Werner Steinhart mit der Drehorgel und Benno Baier mit dem Akkordeon sorgten auf dem Festplatz für angenehme Unterhaltung. Erst mit Einbruch der Dunkelheit verließen viele Besucher den Vespermarkt.

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