Intensive Jgendarbeit trägt Früchte

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 Die Musikkapelle Zwiefalten begeisterte beim Neujahrskonzert auf einer großartigen musikalischen Reise.
Die Musikkapelle Zwiefalten begeisterte beim Neujahrskonzert auf einer großartigen musikalischen Reise. (Foto: Heinz Thumm)
Heinz Thumm

Die intensive Jugendarbeit in der Musikkapelle Zwiefalten trägt Früchte: Voller Freude begrüßte das Bläserteam (20 Jugendliche) unter Leitung von Jana Kruske die zahlreichen Besucher beim traditionellen Neujahrskonzert in der Rentalhalle. Die Jugendkapelle (24 Mitglieder) führte die musikalische Reise weiter und als dann die 54 aktiven Musiker die Bühne füllten, da herrschte bereits feierliche Feststimmung im Saal.

Zum 16. Mal leitete Dirigent Alexander Ott das Neujahrskonzert, und Manuela Schultes, Vorsitzende der Musikkapelle, hatte zuvor bei der Begrüßung an die zahlreichen Auftritte und Reisen der Musikanten im Jahr 2018 erinnert und dabei strahlend über erlebnis- und erfolgreiche Konzerte von der Region bis nach Berlin berichtet. Sie wünschte den Besuchern Zeit zum Träumen und Genießen unter liebenswerten Menschen.

Flott und stark startete das Bläserteam mit „Rock & Roll - Part II“, spielte konzentriert und selbstbewusst auf und zeigte auch im Zusammenspiel mit der Jugendkapelle ihr Potenzial bei „Royal Fireworks Music“. Eltern und Freunde strahlten gemeinsam über die gelungenen musikalischen Vorträge der Nachwuchsmusiker und erfüllten die ganze Halle mit Stolz.

Mit der Ouvertüre „Enjoy The Moment“ von Markus Götz übernahm dann die Jugendkapelle unter Leitung von Alexander Ott die Bühne und präsentierte sich rhythmisch perfekt und tonsicher. Pia Häringer sagte die Musikstücke gekonnt an. Sportlich wurde der musikalische Reigen mit „Olympic Tune“ fortgesetzt, dabei übernahm die Schlagzeuggruppe einen viel beachteten Anteil. Bei „Twist and Shout“, einem bekannten Rock-und-Roll-Klassiker nach einem Arrangement von Jay Bocook, brandete begeisterter Beifall auf.

Sowohl die Jugendkapelle als auch die Musikkapelle hatten sich im vergangen Jahren bei Wertungsspielen des Blasmusikverbandes vorgestellt und dabei jeweils das Prädikat „sehr gut“ erreicht. Im Konzert bestätigten sich immer wieder diese Bewertungen.

Für die starke aktive Musikkapelle übernahmen Laura und Sarah Münch die Ansagen mit treffenden Einführungen: Zum Start gab es einen melodischen Spaziergang „Antigua Bay“ mit melodischen Verläufen. Auf vielfältigen Wunsch der Musikanten folgte dann der Titel „September“ von Earth, Wind and Fire, in dem tatsächlich die Elemente von Erde, Wind und Feuer vorgestellt wurden.

Der folgende Titel von Alan Menken „The Little Mermaid“ begeisterte durch seine Vielseitigkeit und Ausdrucksstärke und riss das Publikum voll mit. Eine besondere Wirkung wurde auch mit dem Medley mit Kultstatus „80er Kult(o)ur“ von Thiemo Kraas erreicht, bei dem die rasanten Übergänge begeisterten. Zum Höhepunkt des ersten Teils wurde dann aber der „Krönungsmarsch“ von Giacomo Meyerbeer mit seinem strahlenden Klang.

Den ganzen Abend über und besonders auch in der Pause zeigte sich die gute Zwiefalter Vereinsgemeinschaft als die Mitglieder der Narrenzunft „Rälle“ Zwiefalten in Verbundenheit mit der Musikkapelle den kompletten Service des Konzertabends souverän übernahmen und dafür ein herzliches Dankeschön erhielten. Die Musikanten begleiten zum Ausgleich die Narren bei zahlreichen Umzügen und Veranstaltungsterminen.

Mit dem Marsch „Lindberghs Triumph“ von Dave Black gingen die Musikvorträge weiter. Die Geschichte des Bernsteinzimmers bot den Stoff für die wunderbare Musikwelt beim Titel „The Legend Of The Amber Room" von Michael Geisler. Einen guten Kontrast bot dazu nachfolgend der weltweite Erfolgstitel „Sound Of Silence“ von Paul Simon.

Ein Leckerbissen war dann auch die Polka „Feuerfest“ von Josef Strauß aus der österreichischen Komponistenfamilie. Hier wurden besondere Effekte erreichte durch exakte Hammerschläge auf dem Amboß. Und dann ging' noch einmal ans Träumen mit der Sehnsucht nach Abenteuern beim Titel „Santiano“ von Hans-Joachim Rogoll mit besonderem Sound und piratenhaftem Image.

Bei den letzten Titeln hatte sich das Publikum mehr und mehr begeistert. Anhaltender Beifall der Besucher und begeisternd zustimmende Rufe dankten den Musikanten für die großartige Galapräsentation. Da blieben natürlich zwei Zugaben nicht aus: Zum ersten folgte der Marsch „Sympatria“ mit schwungvollen und sehr variantenreichen Partien. So richtig ins Herz über ging dann die wohlklingende und romantische Polka „Böhmische Liebe“, was dem Publikum sehr gefiel und mit langem rhythmischen Klatschen begeistert begleitet wurde.

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