Große Lauter ist Deutschlands Naturwunder 2019

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 Die Große Lauter im Biosphärengebiet Schwäbische Alb ist zu Deutschlands Naturwunder 2019 gewählt worden.
Die Große Lauter im Biosphärengebiet Schwäbische Alb ist zu Deutschlands Naturwunder 2019 gewählt worden. (Foto: Thomas Warnack)
Deutsche Presse-Agentur

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb ist Sieger einer Publikumswahl im Internet: Die Große Lauter wurde zum Naturwunder 2019 gewählt. Seit zehn Jahren zeichnen der Dachverband der deutschen Großschutzgebiete, Europarc Deutschland und die Heinz-Sielmann-Stiftung gemeinsam Deutschlands Naturwunder aus.

Unter dem Motto „Wilde Bäche und Flüsse“ stimmten in diesem Jahr rund 6000 Naturfreunde im Internet für einen von zwölf Kandidaten aus den Nationalen Naturlandschaften. Gewinner ist die Große Lauter im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Für September 2019 ist die offizielle Preisübergabe der Heinz-Sielmann-Stiftung in Münsingen geplant.

Ein Viertel aller abgegebene Stimmen für die Große Lauter

Beeindruckend ist, dass die Große Lauter fast ein Viertel aller abgegebenen Stimmen bekommen hat und sogar den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer mit seinen charakteristischen Prielen auf den zweiten Platz verwiesen hat. Rang drei belegt das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe mit der Elbe als drittgrößten Strom Deutschlands.

„Die Große Lauter hat bisher schon eine überregionale Bekanntheit“, erklärt Roswitha Guggemos, Tourismusbeauftragte des Alb-Donau-Kreises, die Lauter habe eine große touristische Wirkung auf die Region. Sie schlängelt sich auf 37 Kilometern Länge durch ihr burgenreiches Tal und mündet in die Donau. Der Fluss bietet auf der sonst meist wasserarmen Alb Lebensraum für zum Teil seltene und gefährdete Tiere.

Das ist schon Natur pur, die man da erleben kann

Roswitha Guggemos, Tourismusbeauftragte Alb-Donau-Kreis

Neben Eisvogel und Bachmuschel finden beispielsweise Biber, Wasseramsel, Groppe und Bachforelle an der Lauter ein Zuhause. „Das ist schon Natur pur, die man da erleben kann“, sagt Roswitha Guggemos. Beispielhaft nennt sie das autofreie Tal zwischen dem Ehinger Ort Unterwilzingen und Anhausen. Im großen Lautertal finde man Burgen, Felsen und Höhlen, außerdem könne man hier prima paddeln, Radfahren oder auch grillen.

Achim Nagel, Leiter der Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb, zeigt sich begeistert über den Titel: „Wir freuen uns sehr, die Publikumswahl gewonnen zu haben und bedanken uns ganz herzlich bei allen, die mitgemacht und für unser Biosphärengebiet gestimmt haben!“

Nicht nur erfolgreiche Projekte, sondern auch nachhaltigen Tourismus

Das tolle Ergebnis zeige, dass die Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb gemeinsam mit der Region nicht nur erfolgreiche Projekte in den Bereichen Naturschutz, Regionalentwicklung und nachhaltigen Tourismus umsetzt, sondern das Gebiet auch eine faszinierende Landschaft vorzuweisen hat.

Man gehe davon aus, dass es mit dem Titel in Zukunft eine größere touristische Nachfrage geben wird, sagt Roswitha Guggemos vom Landratsamt. Sorge, dass das Lautertal überlaufen werden könnte, habe man nicht. „Es gibt mehr Tage, wo es ein bisschen voller wird“, sagt die Tourismusbeauftragte. „Aber man findet dort auf jeden Fall Ruhe.“

„Wir setzen konsequent auf sanften und nachhaltigen Tourismus, der das naturräumliche Potenzial dieses Tales mit einbezieht, aber auch zu schützen weiß“, erklärt Landrat Heiner Scheffold, der sich ebenfalls sehr erfreut zeigte angesichts der Auszeichnung.

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