Geschichte des Steinbruchs auf der Spur

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 Gauinger Wendelinusbrunnen.
Gauinger Wendelinusbrunnen. (Foto: Zwiefalter Geschichtsverein)
Schwäbische Zeitung

Am Samstag, 29. Juni, veranstaltet der Geschichtsverein Zwiefalten eine Führung im Gauinger Steinbruch, Teil des Geoparks Schwäbische Alb, zu Flora und Fauna sowie Geologie und Abbruchgeschichte. Die Führung leiten Roland Herdtfelder und Jürgen Hamann.

Bei einem Rundgang im Steinbruch Lauster mit Jürgen Hamann wird erklärt, wie der „Gauinger Marmor“ entstand, wie und nach welchen Kriterien er abgebaut und in welchen bekannten Bauwerken er verbaut wurde. Geologisch liegt der Steinbruch in der oberen Süßwassermolasse, mit 16 bis fünf Millionen Jahren handelt es sich um ein „junges Gestein“. Im warmen, kalkgesättigten Wasser einer flachen Lagune wurden alle absterbenden Teile der Tier-und Pflanzenwelt mit zwei bis drei Millimeter Kalkbrühe ummantelt und eingeschlossen. Heute zeigen sich Bänke mit eingeschlossenen Schnecken, Muscheln und Algen. Der Referent ist ein ausgezeichneter Kenner der Materie und verspricht wissenswerte Informationen.

Trotz der extremen Umweltbedingungen in Steinbruch hat sich nach dem Abbau des Steins dort eine artenreiche, gut angepasste Vegetation angesiedelt: Pionier-und Ruderalarten, Heil-und Gewürzpflanzen, die vom Biologen und Nabu-Aktivisten Roland Herdtfelder vorgestellt und erklärt werden.

Parallel dazu findet unter der Schirmherrschaft des Geschichtsvereins wieder der alljährliche Steinbildhauerkurs mit Herbert Leichtle statt. Seit dem Jahr 1997 werden die Kurse angeboten und weisen eine steigende Teilnehmerzahl auf. Es bietet sich die Gelegenheit, den Bildhauern bei der Arbeit am Stein über die Schulter zu schauen.

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