Festspiele machen Geschichte lebendig

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 In historischen Kostümen führen die Zwiefalter ab Donnerstag die Geschichte ihrer Gemeinde auf.
In historischen Kostümen führen die Zwiefalter ab Donnerstag die Geschichte ihrer Gemeinde auf. (Foto: Heinz Thumm)
Heinz Thumm

Vom 8. bis 11. August werden in vier Aufführungen direkt vor dem historischen Zwiefalter Münster 500 Jahre Geschichte der Münstergemeinde und des Zwiefalter Klosterbräu-Bieres präsentiert. Brauereichef Peter Baader hat das Drehbuch geschrieben und die Handlung auf wahren Begebenheiten aufgebaut. 150 Laiendarsteller im Alter von drei bis 86 Jahren – aus allen Zwiefalter Vereinen und aus allen Bereichen des Kulturlebens – stellen mit unglaublicher Intensität die Geschichte und Entwicklung der Gemeinde dar.

Mit viel Geschick wurden im Vorfeld verschiedene Gruppen eingeteilt und Spielführer eingewiesen. So wurden unzählige Szenen vorbereitet und nun bei den Proben zusammengeführt. Peter Baader und Herbert Ott führten Regie und ließen die rasch wechselnden Szenen entsprechend den Tonaufnahmen aufleben.

Eine gute Grundlage dafür war, dass alle Schauspieler wieder mit dabei waren. Mitten drin natürlich auch in der Hauptfigur des armen Bauernsohns Benedikt entsprechend dem zeitlichen Verlauf die Darsteller Eric Fuchsloch, Florian Fischer und Waldemar John.

Peter Baader hatte mit dem Amt für Vermögen und Bau die Reservierungen des Münsterplatzes rechtzeitig organisiert. Die originalen Kostüme für einige Gruppe wurden vom Naturtheater Hayingen zur Verfügung gestellt. Die Kostüme für andere Bereiche wie Abt, Mönche, Soldaten, Pest und Herold waren vorsorglich von der Zwiefalter Klosterbräu bereits im Vorfeld vom Kostümhaus Ulm übernommen worden.

Die Zuschauer auf der Freilichtbühne erleben die packende Geschichte hautnah und mit allen Sinnen. Echte Tiere, grandiose Effekte und die markante Stimme des berühmten Sprechers Hans-Jörg Karrenbrock machen die Aufführungen zu einem beeindruckenden audiovisuellen Erlebnis.

Die Aufführungen zeigen das Leben jener Zeit, prächtige Feierlichkeiten und schwere Schicksalsschläge, die dramatische Auflösung der Abtei und den Erhalt der Brauerei bis zum heutigen Tag. Spieldauer jeweils 90 Minuten reine Spielzeit, zwischendurch wird eine Pause mit 20 Minuten eingelegt.

Wer noch keine Karten für die Aufführungen hat, für den wird es jetzt höchste Zeit, sich darum zu kümmern. Für die ersten beiden Aufführungen am Donnerstag, 8., und Freitag, 9. August, sind keine Karten mehr erhältlich. Für die Aufführungen am Samstag, 10., und Sonntag 11. August, jeweils um 15 Uhr, gibt es noch Restkarten im Bierhimmel.

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