Fachpflegeheim mit WG-Charakter

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In der Gustav-Werner-Straße in Zwiefalten entsteht ein weiteres Fachpflegeheim mit 21 Plätzen für psychisch kranke Menschen.
In der Gustav-Werner-Straße in Zwiefalten entsteht ein weiteres Fachpflegeheim mit 21 Plätzen für psychisch kranke Menschen. (Foto: Thomas Warnack)
Stv. Redaktionsleitung

Im Februar war Spatenstich für das neue Fachpflegeheim in der Gustav-Werner-Straße in Zwiefalten. Für August 2019 ist der Einzug von 21 psychisch kranken Menschen geplant. Das Besondere an dem neuen Gebäude ist der künftige Wohncharakter. Die Patienten leben dort in Wohngemeinschaften zusammen. Es wird gemeinsam das Frühstück zubereitet oder eingekauft und den Menschen die Möglichkeit gegeben, möglichst lebensnah ihren Alltag zu gestalten.

„Wir sind voll im Zeitplan“, sagt Susanne Höhn, regionale Geschäftsbereichsleiterin Wohnen Alb-Neckar des ZfP Südwürttemberg, über den Neubau in Zwiefalten. Bis zum Jahresende soll der Rohbau stehen, Fenster und Türen eingebaut sein, damit der Innenausbau dann angegangen werden kann. Momentan setze man sich intensiv mit dem Farbkonzept und der Innengestaltung auseinander.

Architektonisch orientiert sich der Neubau an dem bereits existierenden Fachpflegeheim Aachtalblick 2 sowie dem Seniorenheim Aachtalblick in direkter Nachbarschaft. Doch das neue Fachpflegeheim des ZfP Südwürttemberg hat einen ganz eigenen Charakter. Aufgeteilt in drei Bereiche, leben künftig sieben Bewohnerinnen und Bewohner ähnlich wie in kleinen Wohngemeinschaften zusammen. Gemeinsam einkaufen, kochen oder abwaschen – mit Hilfe dieser Wohnform sollen sie zu alltagspraktischen Tätigkeiten befähigt werden. „Es geht um die Entwicklung der Potenziale der Menschen, um die Möglichkeit eigenständig zu werden und selbstbestimmt leben zu können“, sagt Höhn.

Umsetzung der neuen Verordnung

Bisher waren die Patienten in einem denkmalgeschützten Gebäude neben dem Münster untergebracht. Dieses Gebäude nach der ab 2019 geltenden Landesheimbauverordnung umzubauen, wäre weitaus schwieriger gewesen. Die neue Verordnung legt unter anderem die Unterbringung in Ein-Zimmern und die maximale Wohngruppengröße sowie eigene Nasszellen für die Bewohnerzimmer festlegt. Deshalb hat sich das ZfP für einen Neubau entschieden.

Konzipiert ist das barrierefreie Gebäude in ruhiger Lage. Mit der Umsetzung der Anforderungen bietet der Neubau einen hohen und zeitgemäßen Standard für die Pflege und Betreuung – lichtdurchflutete, großzügige Räumlichkeiten und ein herrlicher Blick inklusive. Die Kosten dafür liegen bei 3,2 Millionen Euro. Das neue Zuhause für 21 psychisch kranke Menschen soll im Sommer 2019 bezogen werden.

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