Erste Vergaben für Breitbandausbau

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 Beim Breitbandausbau soll es in Zwiefalten jetzt vorangehen.
Beim Breitbandausbau soll es in Zwiefalten jetzt vorangehen. (Foto: dpa)
Heinz Thumm

Der Zwiefalter Gemenderat hat die ersten Aufträge für den Breitbandausbau vergeben. Nachfrage sei gegeben, berichtete Bürgermeister Matthias Henne. Der Ausbau werde aber voraussichtlich einige Jahre in Anspurch nehmen.

Nachdem bereits im Juni 2017 ein Antrag auf Fördermittel für den Ausbau eines FTTC-Netzes gestellt worden war, kam in der vergangenen Woche der Förderbescheid über 1,96 Millionen Euro. Mit Gesamtbaukosten von etwa 3,5 Millionen Euro können damit die Grundvoraussetzungen zum Breitbandausbau angegangen werden.

Mit Beteiligung der BLS Breitbandversorgungsgesellschaft Sigmaringen (BLS)stand nun die Vergabe der ersten Positionen an. Nadine Maier, Ansprechpartnerin für die technische Umsetzung des Netzausbaus bei der BLS, erläuterte im Gemeinderat die laufenden Arbeiten. Die FTTC-Planung regelt die Verlegung der Leerrohre, des Kabels, des Stromanschlusses und die Aufstellung der Kabelverzweigerschränke. Für die Ingenieurleistungen in den Positionen Ausführungsplanung, örtliche Bauüberwachung und Vermessungsleistungen liegen Angebote vor. Die Vergabe dieser „passiven Infrastruktur“ erfolgte an die Firma Geodata zum Angebotspreis von 261 879 Euro. Weil für die Kabel- und Schleifplanung nur ein Angebotvorlag, konnte diese Position noch nicht vergeben werden.

Im Landkreis Reutlingen wurde die Planung für den FTTB-Ausbau (vom Verteiler bis ins Haus) über den Landkreis bereits fertiggestellt. Die Leerrohre werden mit dem FTTC-Teil verlegt, die Verbindung zu den Verteilern der Telekom ist gewährleistet.

Für Bürgermeister Matthias Henne liegt zwar ein deutliches Signal und eine hohe Motivation für den Breitbandausweis vor, doch bei realistischer Betrachtung sei mit einem Glasfaserausbau bis ins Haus mit einem Zeitraum von durchaus fünf bis sieben Jahren zu rechnen.

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