Detailfragen müssen geklärt werden

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Die Zwiefalter Münsterschule soll saniert werden. Die Kosten dafür werden auf 4,5 Millionen Euro geschätzt.
Die Zwiefalter Münsterschule soll saniert werden. Die Kosten dafür werden auf 4,5 Millionen Euro geschätzt. (Foto: Heinz Thumm)
Heinz Thumm

Seit einem halben Jahr wird an einem Sanierungskonzept für die Münsterschule Zwiefalten gearbeitet. Mängel an der Isolation und an den Fenstern, aber auch Fragen zum Raumbedarf gaben den Anlass die Firma nps Bauprojektmanagement GmbH Ulm mit der Ermittlung der Substanz und der Abschätzung von Maßnahmen zu beauftragen. Leszek Lomnitz erläuterte dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung die notwendigen Maßnahmen und möglichen Varianten.

Inzwischen hat die Schulkonferenz getagt, ein Abstimmungsgespräch mit dem Oberschulamt stattgefunden und eine Besprechung mit dem Oberschulamt und dem Regierungspräsidium zur Bestandsuntersuchungen, die von März bis Mai 2018 durchgeführt wurden, weisen aus, dass die Statik und Konstruktion generell sehr gut ist.

Der Brandschutz im Realschulgebäude wird gut beurteilt bis auf eine zu geringe Betonüberdeckung der Treppenläufe und die Notwendigkeit zur Ertüchtigung der Treppenuntersichten. Die Betonqualität ist sehr gut, die Außenstützen müssen ertüchtigt werden. Bei den Brüstungsplatten sind Abplatzungen vorhanden. Hier herrscht kurzfristiger Handlungsbedarf zur Sicherstellung der Verkehrssicherheit. Teile der Arbeiten können im Zusammenhang mit der Sanierung der Gebäudehülle erledigt werden. Im Fugenmaterial wurde PCB gefunden; innenliegende Fugen müssen gereinigt und Teppichbodenbeläge entfernt werden. Die Deckenplatten müssen ausgebaut werden. Für diese Maßnahmen werden die Kosten auf rund 1,15 Millionen Euro geschätzt. Für die energetische Sanierung der Fassaden- und Dachflächen, Austausch der Fenster und eine neue Heizanlage für die Realschule werden 2,90 Millionen Euro kalkuliert. Die Modernisierung der Innenräume mit Beleuchtungs-, Sicherheitsanlage und Malerarbeiten schlagen mit 400 000 Euro zu Buche.

Im Grundschulgebäude wurden Risse in den Mauerwerkswänden festgestellt. Abgewitterte Fassade und Putzabplatzungen erfordern eine umfängliche Ertüchtigung des Mauerwerks. Die Betonüberdeckung in den Geschossdecken ist offensichtlich deutlich zu gering. Klärungsbedarf soll mit einem Brandschutzsachverständigen erreicht werden. Zum Glück wurden keine Schadstoffe gefunden. Möglicherweise muss mit Auflagen und Zusatzkosten bei Umbau und Rückbau gerechnet werden.

Offene Fragen

An der Diskussion beteiligten sich fast alle Gemeinderäte und Bürgermeister Henne mit dem Kämmerer Thomas Rechtsteiner. Es zeigte sich sehr schnell: Es liegt nur eine geringe Schadstoffbelastung vor und die Brandschutzauflagen wurden im Wesentlichen erfüllt. Der Schulbetrieb kann aufrecht erhalten werden. Weil die Ergebnisse aus der Schulkonferenz nicht vorlagen und die Notwendigkeit der Schulentwicklung unterschiedlich beurteilt wird, müssen weitere Vorgaben geprüft werden. „Was brauchen wir?“, wurde gefragt und dabei ebenso die Entwicklung zur 1,5-zügigen Realschule angesprochen wie auch die Möglichkeiten zur Zusammenlegung von Grund- und Realschule in einem Gebäude. „Die Münsterschule Zwiefalten soll fit für die Zeit gemacht und als Schulstandort in hoher Qualität weiterentwickelt werden“, sagte Bürgermeister Henne.

Bei der Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Tübingen am 23. Juli werden Antworten auf die offenen Fragen erwartet, die bei der Sitzung des Gemeinderats am 8. August besprochen werden können. Daraus wird der Gemeinderat einen Sachstandsbericht erhalten, der am 12. September voraussichtlich zur Beschlussfassung führt.

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