Dekane werden neu gewählt

Pfarrer Hermann Friedl (links) und Pfarrer Dietmar Hermann stellen sich zur Wiederwahl im Dekaneamt.
Pfarrer Hermann Friedl (links) und Pfarrer Dietmar Hermann stellen sich zur Wiederwahl im Dekaneamt. (Foto: Dekanat)
Schwäbische Zeitung

Vorbereitungen zur Dekanewahl im katholischen Dekanat Reutlingen-Zwiefalten haben begonnen. Der Vorschlag zur Wahl einer weiblichen Dekanatsbeauftragten wurde von der Diözese Rottenburg-Stuttgart abgelehnt.

Dieser Herbst ist Wahl-Zeit: Auch im katholischen Dekanat Reutlingen-Zwiefalten stehen Neuwahlen für das Amt des Dekans und seiner beiden Stellvertreter an. Die siebenjährige Amtszeit von Dekan Hermann Friedl (Pfullingen) und seinem Stellvertreter, Pfarrer Dietmar Hermann (Reutlingen), läuft zum Jahresende aus; der zweite Stellvertreter, Münsterpfarrer Paul Zeller (Zwiefalten), ist in diesem Jahr am 24. März völlig überraschend verstorben.

Daher wird die Wahlversammlung des Dekanats am 15. Oktober in der St. Andreas-Kirche in Reutlingen, Orschel-Hagen zusammenkommen und neu wählen. Die beiden bisherigen Amtsinhaber haben sich zu einer erneuten Kandidatur bereit erklärt. So können die Delegierten der 28 Kirchengemeinden des Dekanats, die wahlberechtigen Priester, Diakone und pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein Vertreter der Ruhestandsgeistlichen ihre Stimme abgeben. Auch eine Briefwahl ist durch eine Sondergenehmigung des Bischofs möglich.

Für das Amt eines weiteren Stellvertreters wurde kein Kandidat unter den wählbaren Pfarren der Kirchengemeinden des Dekanats gefunden. Es bleibt bis zu einer möglichen Nachwahl derzeit unbesetzt.

Die Wahl wurde vom Wahlausschuss des Dekanatsrats unter dem Vorsitz von Tanja Frank (Bad Urach) und Margot Deuscher (Pfullingen) vorbereitet. Die Wahlversammlung in Präsenz wird vom zuständigen Gebietsreferenten, Domkapitular Regens Andreas Rieg (Rottenburg) geleitet.

Als weniger erfreulich wertet das Dekanat die Entscheidung des Bischöflichen Ordinariats in Rottenburg über seinen Antrag, zusammen mit der Neuwahl der Dekane auch die Wahl einer weiblichen Dekanatsbeauftragten durchzuführen: Eine hauptberufliche Frau aus dem pastoralen Personal des Dekanats sollte in ihrer Rolle die Aufgaben der Dekanatsleitung verstärken und bereichern. Das sei derzeit so nicht möglich, so die Antwort der bischöflichen Personalkommission aus Rottenburg.

Dennoch wollen die Dekanatsräte und die Dekanatsleitung in ihrem Anliegen nicht lockerlassen: Der Antrag zur Wahl einer weiblichen Dekanatsbeauftragten wurde nun beim Diözesanrat und bei der Frauenkommission der Diözese Rottenburg-Stuttgart zur weiteren Bearbeitung und Stellungnahme von Bischof Dr. Gebhard Fürst eingereicht.

Nach der Wahl findet die Amtseinsetzung der (Wieder-)Gewählten dann am 19. November statt: ebenfalls in St. Andreas (Orschel-Hagen) mit einem feierlichen Abendgottesdienst, Grußworten und Begegnungsmöglichkeiten – im kleineren Kreis, so wie es die aktuelle Lage der Corona-Pandemie und die Schutzbestimmungen vor Ort zulassen.

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