Bezaubernd von der ersten Minute an

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 Solist Eduard Sonderegger spielte virtuos auf mit seiner Violine.
Solist Eduard Sonderegger spielte virtuos auf mit seiner Violine. (Foto: Heinz Thumm)
Heinz Thumm

Über die breite und mit Naturmaterialien geschmückte Aureliustreppe führt der Eingang durch das „vergoldete Tor“ in den historischen Prälatursaal. In diesem ehemaligen Empfangssaal der Zwiefalter Äbte mit seinen barocken Deckengemälden und einem festlichen Ambiente spielte das Ensemble der Württembergischen Streichersolisten interessante Werke auf.

Eduard Sonderegger (Violine), Veronika Unger (Violine), Lorenz Unger (Viola), Krassi Krasteva (Violoncello) und Jean-Paul Mathè (Kontrabass) verzauberten die Besucher von der ersten Minute an. Eine gelungene Moderation von Jean-Paul Mathè sorgte für eine gute Einstimmung der Zuhörer.

Zum Start wurden vier Stücke aus „Quattro stagione“ von Antonio Vivaldi präsentiert. Nach einem harten Schnitt folgte von Dimitri Schostakowitsch eine hinreißende Polka. Es folgte mit „Valse triste“ ein Welthit von Jean Sibelius – „Der trauriger Walzer“. Dieser Konzertwalzer gilt als eines der bekanntesten seiner Werke. Eines der berühmtesten Stück der klassischen Musik „Ave Maria“ von Johann Sebastian Bach/Charles Gounod wurde im Quartett aufgeführt und bewegte die Besucher.

Nach dem Motto „Melodien, die zu Herzen gehen“ erfreute die Meditation aus „Thais“ von Jules Massenet die Zuhörer bevor mit Anitras Tanz aus „Peer Gynt“ von Edvard Grieg das Ende des ersten Teils erklang. In der Pause genossen die Gäste Getränke und Häppchen. Albrecht Holder nutzte die Gelegenheit und stellte sich vor Er wird künftig die Einführung für die musikalischen Künstler und Werke präsentieren.

Die zweite Hälfte der Aufführung begann schwungvoll, ergreifend und bewegend, gespielt wurden von Johann Strauss Junior die Polka „Lob der Frauen“ und eine Kurzfassung des Kaiserwalzers. Starken Beifall gab es auch für „Salut d’amour“ von Edgar Elgar.

Auch beim „Wiener Blut Walzer“ von Johann Strauss Junior gingen die Besucher begeistert mit und bewegten sich im Rhythmus. So kam es zum Höhepunkt des Abends mit den „Zigeunerweisen“ von Pablo de Sarasate. Virtuos spielte Solist Eduard Sonderegger auf seiner Violine auf und beeindruckte mit seiner Fingerfertigkeit in höchsten Tönen und zauberhaften Melodien.

Der Beifall wollte kein Ende nehmen und erfasste den ganzen Saal. Einziger Schönheitsfehler an dem wunderschönen Abend war die Tatsache, dass viele Plätze leer geblieben waren und damit nur ein überschaubarer Kreis von Musikfreunden in den Genuss der mitreißenden Melodien gekommen war.

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