Aus Respekt vor allen Opfern von Krieg und Gewalt

Lesedauer: 4 Min
 Am Gefallenendenkmal auf dem Münsterplatz legten Major Alexander Hirche zusammen mit Maria Knab-Hänle und Eugen Schultes zwei K
Am Gefallenendenkmal auf dem Münsterplatz legten Major Alexander Hirche zusammen mit Maria Knab-Hänle und Eugen Schultes zwei Kränze nieder. (Foto: Heinz Thumm)
Heinz Thumm

„Bleib uns Herr“ sang der Liederkranz Cäcilia Zwiefalten am Gefangenendenkmal auf dem Münsterplatz in Zwiefalten. Nach dem Sonntagsgottesdienst waren einige hundert Bürgern zusammen gekommen, um am Volkstrauertag aller Opfer von Krieg und Gewalt zu gedenken. Mit vier Fahnenabordnungen waren auch mehrere Vereine aufgelaufen. Die Bundeswehr war mit einer kleinen Abordnung vertreten.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Maria Knab-Hänle fragte in ihrer Ansprache, ob wir dieses Gedenken noch brauchen? Und gab selbst die Antwort: „Ja, wir brauchen dieses Gedenken aus Respekt vor allen Opfer.“. An diesem Tag der Besinnung machte Maria Knab-Hänle bewusst, wie wir heute auf Krieg, Gewalt und Terror reagieren und was wir heute für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit hier bei uns und in der Welt machen können.

Unter dem Motto des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge sprach Knab-Hänle über die Mahnung „zur Versöhnung über den Gräbern“. Sie gedachte dabei auch der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren haben. Erinnerungskultur ist die bewusste Verbindung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ob wir aus den Lektionen der Vergangenheit gelernt haben, ist noch offen. Aber wir entscheiden mit darüber, wie das 21. Jahrhundert verlaufen wird.“

Major Alexander Hirche vom 5. Batallion des Artilleriebataillons 295 in Stetten a.k.M. gedachte der Kinder, Frauen und Männer aller Völker, die Opfer von Krieg und Gewalt wurden. Und auch an alle diejenigen, die den Krieg erlebt und dabei persönliches Leid erfahren oder einen geliebten Menschen verloren haben.

Auch deutsche Soldaten leisten in Auslandseinsätzen Dienst für eine bessere und gewaltfreie Zukunft. Major Hirche mahnte daran: „Der Tod aller Opfer von Krieg und Gewalt soll unsere Energie und unser Wirken auf die Versöhnung unter Menschen und Frieden zwischen den Völkern richten“.

Die Jugendlichen Sprecher Linus Hänle und Adrian Fundel zeigten sich dankbar, dass sie in einer Gesellschaft leben dürfen ohne die Sorgen ums tägliche Brot, mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung und dem Recht auf die Entfaltung ihrer eigenen Persönlichkeit. Sie streben als gemeinsames Ziel an, eine gewaltfreie Zukunft zu schaffen, in der die Bedeutsamkeit jedes einzelnen Menschen anerkannt wird.

Gemeinsam wurden am Gefallenendenkmal zwei Kränze niedergelegt, währenddessen die Musikkapelle Zwiefalten unter Leitung von Alexander Ott zur Mahnung aufspielte „Ich hatt’ einen Kameraden“.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen