Aus diesen Gründen erhöht die Getreidemühle die Strompreise

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 Beschaffungspreise, Umlagen und Netzentgelte sorgen für einen Anstieg der Strompreise.
Beschaffungspreise, Umlagen und Netzentgelte sorgen für einen Anstieg der Strompreise. (Foto: Jan Woitas)
Schwäbische Zeitung

Die Einkaufspreise für Strom sind in den letzten beiden Jahren stark gestiegen. Durch einen vorrausschauenden Einkauf kann die Getreidemühle Zwiefalten die Auswirkungen dieser Entwicklungen für ihre Kunden zwar etwas abmildern, jedoch nicht kompensieren.

Zum 1. Januar 2020 steigen zudem sowohl die staatlichen Umlagen und Abgaben auf den Strompreis als auch die regulierten Netzentgelte. Die Kostensteigerungen bei allen drei Bestandteilen des Strompreises führen zu höheren Stromkosten ab Januar 2020.

In den letzten Jahren konnte die Getreidemühle Zwiefalten die Strompreise seiner Kunden stabil halten, teilweise sogar senken. Preisvorteile, die sich aus sinkenden Einkaufspreisen für Strom an der Strombörse ergaben, wurden an die Kunden weitergereicht.

Damit konnte auch ausgeglichen werden, dass die staatlichen Steuern und Umlagen auf den Strompreis sowie die regulierten Netzentgelte, in diesem Zeitraum immer wieder gestiegen sind. Mittlerweile machen diese beiden Kostenblöcke zusammen durchschnittlich rund 77 Prozent des Strompreises aus.

Entgegen aller Erwartungen steigt insbesondere die EEG-Umlage um 5,5 Prozent auf netto 6,756 Cent/Kilowattstunde. Dies ist ein Unterschied von 0,351 Cent.

Der Entwurf des Klimaschutzgesetzes der Bundesregierung sieht eine Senkung der EEG-Umlage ab 2021 um 0,25 Cent/Kilowattstunde vor. Angesichts der bisherigen Entwicklung ist das für die Verbraucher keine Entlastung, sondern eine Belastung.

Durchschnittlich steigen die Stromkosten für die Kunden der Getreidemühle in der Region bei einem Verbrauch von 3000 Kilowattstunden um rund fünf Euro im Monat. Die Preisanpassung betrifft sowohl die Grundversorgung als auch die Sondertarife. Alle Kunden werden per Brief informiert.

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