Warthausen unterstützt Glasfaserausbau

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Warthausen wird sich in den kommenden Jahren am Breitbandausbau des Landkreises beteiligen
Warthausen wird sich in den kommenden Jahren am Breitbandausbau des Landkreises beteiligen (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung
Michael Mader

Die Gemeinde Warthausen befürwortet, den geplanten Breitbandausbau der Landkreises Biberach und wird sich daran in den kommenden Jahren beteiligen. Der Gemeinderat hat den Bericht zum sogenannten Backbone in seiner jüngsten Sitzung einstimmig positiv zur Kenntnis genommen.

Der Biberacher Kreistag hatte am 13. Dezember vergangenen Jahres beschlossen, die Planung des Breitbandausbaus, also die Verlegung von Glasfaserkabeln im Kreisgebiet selbst zu organisieren und voranzutreiben. Dabei sollten die Gemeinden mitgenommen werden. Dies geschah als Reaktion auf das Verhalten der Telekommunikationsunternehmen, die offensichtlich die Versorgung im ländlichen Raum nicht als ihre primäre Aufgabe betrachten. „Wir brauchen eine zukunftsfähige Internetversorgung im Kreis“, sagte Warthausens Bürgermeister Wolfgang Jautz. Wohl wissend, dass der Breitbandausbau in seiner Gemeinde durchaus schon weiter ist als anderswo.

Warthausen verpflichtet sich, dem Landkreis ausreichend betriebsfähige Glasfaserkapazität für das Backbone-Netz bereit zu stellen. Zudem muss Leerrohrmaterial innerhalb der Gemeindegrenzen zur Verfügung gestellt werden. „Breitband ist ein zentraler Standortfaktor für alle Städte und Gemeinden, deshalb ist auch Solidarität gefordert“, so Jautz. Bereits im Sommer soll der Kreistag den Grundsatzbeschluss zum Baubeginn des Backbone-Netzes fassen. Die Kosten für die Grabenbreite, die Glasfaserverlegungen und die Wiederherstellung der Oberfläche trägt der Landkreis. Nach Angaben von Jautz hätten bislang zwei oder drei Gemeinden im Kreisgebiet Probleme mit dem geplanten Vorgehen.

Namen wollte der Bürgermeister auf Anfrage aus dem Gemeinderat allerdings nicht nennen. Warthausen soll dann aus dem späteren Netzbetrieb Pachtrückflüsse für die schon erbrachten Vorleistungen im Breitbandausbau erhalten.

Netzbetrieb in drei bis vier Jahren

Abhängig vom Baubeginn des Backbone-Netzes plant der Landkreis Biberach eine Ausschreibung für die Backbone-Netze des Kreises und die bestehenden Ortsnetze der Gemeinden durchzuführen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Netze so schnell wie möglich betrieben werden können. Wolfgang Jautz rechnet mit den Beginn des Netzbetriebs in frühestens drei bis vier Jahren. Der Gemeinderat beschloss die notwendigen Mittel für den Backbone-Ausbau in den Haushalt einzustellen.

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