Teil der Junioren-Nationalmannschaft

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Nils Friedmann erreicht mit dem siebten Platz in der Rangliste sein Ziel: die Junioren-Nationalmannschaft.
Nils Friedmann erreicht mit dem siebten Platz in der Rangliste sein Ziel: die Junioren-Nationalmannschaft. (Foto: Fotos: Privat)
Schwäbische Zeitung

Sportschütze Nils Friedmann vom Schützenverein Birkenhard hatte sich für 2020 hohe Ziele gesteckt: Die erneute Teilnahme an der deutschen Meisterschaft und dem Erfolg von 2019 mit vier Einzelmedaillen nahezukommen. Die Ergebnisse für neue Bestleistungen waren mit Trainer Wolfgang Hess abgesteckt. Aber in diesem Sportjahr gab es noch ein Punkt, den Nils Friedmann sich mehr wünschte als alles andere: die Aufnahme in die Junioren-Nationalmannschaft. Es sollte ihm Gelingen – wenn auch später als erhofft.

Um Teil der Junioren-Nationalmannschaft zu sein müssen die Sportschützen an der Junioren-Rangliste des Deutschen Schützenbunds (DSB) teilnehmen und Höchstleistungen abliefern. Der Weg dorthin führt nur über die Qualifizierung im Landesleistungszentrum und die deutsche Meisterschaft. Dann, kurz vor der Landesmeisterschaft, wurde diese wegen der Corona-Pandemie abgesagt, etwas später auch die deutsche Meisterschaft. Damit löste sich der Traum von der Nationalmannschaft für Nils Friedmann erst einmal in Luft auf.

Die Hoffnung auf eine Besserung in einigen Monaten und dass doch irgendwie etwas möglich sein könnte, war der Motor von Nils Friedmanns Motivation und er hielt sein Trainingspensum unverändert bei. Neben dem Training der körperlichen Fitness konnte er dank eines technischen Hilfsmittels auch zu Hause weiter mit dem Gewehr trainieren. Dieses Trockentraining war auf Dauer ermüdend, aber entscheidend für die technische Weiterbildung des Schussablaufs und die Präzision in der Wiederholung.

Im Mai kam die ersehnte Lockerung und das normale Training auf dem Schießstand im Landesleistungszentrum und Zuhause konnte wieder starten. Und zu Friedmanns Freude wurde bekannt, dass die DSB-Rangliste stattfinden wird. All sein Fleiß wurde belohnt, seine Leistungen waren sehr gut und er wurde zur Rangliste angemeldet. Bei drei Wettkampfterminen musste er mit dem Luftgewehr in der Disziplin 60 Schuss stehend und mit dem Kleinkalibergewehr im Dreistellungskampf dreimal 40 Schuss starten. Dreistellung teilt sich auf in je 40 Schuss kniend, liegend und stehend, das Ganze dauert daher auch rund zweieinhalb Stunden und fordert eine enorme Konzentrationsleistung.

Der erste Wettkampf fand Ende Juli in München statt. Dabei sollte der Birkenhard Sportschütze sein Können in zwei Durchgänge des Dreistellungskampfs unter Beweis stellen. Für die Aufnahme in die Nationalmannschaft musste er unter die ersten Acht kommen und einen Durchschnitt von mindestens 1140 Ringe erzielen. Friedmann startete sehr gut und mit 1146 Punkten war er in der Rangliste Achter von insgesamt 13 Teilnehmern.

Ende August fand der zweite Wettkampf statt, dieses mal mit zwei Durchgänge im Luftgewehr und nochmals zwei im Dreistellungskampf. Diesen beendete Nils Friedmann mit einer neuen Bestleistung (616,4 Ringe). Im Kleinkaliber Dreistellungskampf liefen die zwei neuen Durchgänge gut mit 1138 und 1149 Ringen. Damit war er auf Zielkurs, denn das bedeutete zusammen mit einem württembergischen Kollegen den siebten Rang .

Der letzte und entscheidende Wettkampf fand Ende September statt und Nils Friedmann zeigte wiederholt seine Nervenstärke im Wettkampf. Im letzten Durchgang schoss er noch einmal starke1149 Ringe und festigte damit seinen siebten Platz in der Rangliste mit einem Durchschnitt von mehr als 1140 Ringen. Damit hat er sein persönliches Ziel erreicht: die Aufnahme in die Nationalmannschaft.

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