Steuereinnahmen spülen Geld in Warthauser Kasse

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Die Steuereinnahmen sprudeln und spülen Geld in die öffentlichen Kassen: Davon profitiert auch die Gemeinde Warthausen mit rund einer halben Million Mehreinnahmen. Doch es gibt auch andere Gründe für die unerwartete Bescherung.

Warthausen profitiere wie viele Gemeinden von der erfreulichen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland, erläuterte Kämmerin Michaela Schuhmacher im Warthauser Gemeinderat. Bei ihrem Zwischenbericht zum laufenden Haushaltsjahr 2018 berichtete sie, dass die Gemeinde mit Mehreinnahmen von knapp 508 000 Euro rechne.  Insgesamt liege die Prognose bei einem negativen Ergebnis zum Jahresende von minus 280 000 Euro. Geplant war ein Minus von 1,1 Millionen Euro.  Der Grund dafür sind aber nicht nur die höheren Steuereinnahmen, sondern auch geringere Ausgaben.

So gebe es auf der Ausgabenseite Projekte, die bereits in Planung seien, aber wohl erst im Jahr 2019 ausgeführt werden können, statt wie geplant schon 2018. Dazu zählen unter anderem die Sanierung des Kinderplanschbeckens im Warthauser Freibad und die Brückensanierung an der „Alten Biberacher Straße“. Für das Kinderplanschbecken waren Kosten von 75 000 Euro geplant.

Für die Brückensanierung war das Ingenieurbüro Muhsau beauftragt worden. Die Sanierung selbst wird laut Gemeindeverwaltung allerdings erst 2019 geschehen. Geplant wurden hierfür Kosten von rund 200 000 Euro.

Verhandlungen verzögern sich

Auch im Finanzhaushalt verschieben sich Projekte. Der Grund dafür seien Verzögerungen bei den Grundstücksverhandlungen und bei der Planung. Sowohl Kosten als auch Zuschüsse fallen damit erst 2019 an, erläuterte Schuhmacher. So wurde zum Beispiel für den Gehweg Bahnhofstraße ein Zuschuss von insgesamt 97 000 Euro bewilligt. Die Abrechnung der Kosten wird allerdings erst 2019 erfolgen. Aktuell liege der Stand der liquiden Mittel der Gemeinde bei insgesamt 11,4 Millionen Euro. Bis zu Jahresende werden sich diese aufgrund des negativen Ergebnisses auf etwa 9,7 Millionen Euro verringern.

Der Gemeinderat hat den Haushaltszwischenbericht 2018 einstimmig zur Kenntnis genommen.

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