Rißtal-Gurra starten in die fünfte Jahreszeit

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Die Warthauser Narrengilde Risstal-Gurra feiert dieses Jahr ihren 30. Geburtstag.
Die Warthauser Narrengilde Risstal-Gurra feiert dieses Jahr ihren 30. Geburtstag. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Die Narrengilde Risstal-Gurra feiern dieses Jahr ihren 30. Geburtstag. Die Gurra wurden am 11. Mai 1989 gegründet und bestehen derzeit aus 331 Mitgliedern. Auch in der Fasnetssaison 2019 ziehen die Rißtal-Gurra wieder mit ihrem Gurra-Würmle durch die Straßen, bei zahlreichen Fasnetsumzügen im ganzen Land. Die Fasnet in Warthausen startet am Sonntag, 3. Februar mit dem Stellen des Narrenbaums auf dem Dorfplatz. Um 11:11 Uhr wird der mit reichlich Saublodra geschmückte Narrenbaum gestellt. Die Saublodra sind ein Zeichen für Fruchtbarkeit und sollen auch in Zukunft für einen reichen Kindersegen bei den Rißtal-Gurra sorgen. Im Anschluss findet die Gurra-Taufe statt. Hier werden drei ausgeloste Mitglieder mit frischem Rißwasser am Galgen getauft und mit dem individuellen Taufnamen in die Gurragemeinschaft aufgenommen. Ebenfalls am 3. Februar findet ab 14 Uhr in der Turn- und Festhalle für alle kleinen Narren die Kinderfasnet statt, veranstaltet vom TSV Warthausen.

Am Sonntag, 24. Februar, um 10.15 Uhr feiert die Narrengilde eine Narrenmesse mit der Kirchengemeinde in der Pfarrkirche St. Johannes in Warthausen.

Am Donnerstag, 28. Februar, dem Gombigen Donnerstag, befreien die Rißtal-Gurra unter musikalischer Unterstützung des Musikvereins Warthausen erst die Schüler der Schule, bevor das Rathaus gestürmt und von Bürgermeister Wolfgang Jautz die Herausgabe des Rathausschlüssels gefordert wird. „Dann ist endlich ganz Warthausen in Gurrahand“, schreiben die Narren in einer Mitteilung.

Nachdem die Gurra dann vom Rathaus Personal köstlich bewirtet wurden, geht es zur „Gurralade“. Hier marschieren die Gurra, musikalisch begleitet, beim traditonellen Kantelmarsch von der einen zur anderen Lokalität. Dort fordern dann die Mitglieder in verschiedenen Gruppen die Vorstandschaft mit Spielen heraus.

Zum großen Fasnetsball, am Samstag, 2. März, ab 20 Uhr lädt der MV Warthausen in die Turn- und Festhalle ein. Passend zum Motto „Es lebe der Sport, auch an der Fasnet bei uns im Ort“, gibt es ein abwechslungsreiches Programm.

Diebisches Weiblein

Die Gurra ist der Legende nach ein altes, zänkisches und diebisches Weiblein, das sich in trüben Zeiten im Risstal herumtrieb und Anwohner und Reisende in Angst und Schrecken versetzte.

Häs und Maske der Risstal-Gurra sind daher an die Riß, ihre Ufer, die angrenzenden Wälder und Flure angelehnt und bei der Farbgebung die Landschaft des Risstales zu Grunde gelegt. Die Gurra hat einen dem Typ entsprechenden hinterhältigen Gesichtsausdruck mit eigenwilliger Nase und Kinn. Der Verein verfolge ausschließlich gemeinnützige Zwecke durch die Förderung der Heimatpflege und der Bewahrung des Fasnetbrauchtums, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

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