Räte fordern raschen Aufstieg zur B 30

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Der Gemeinderat Warthausen hat am Montagabend mit großer Mehrheit dem geplanten Aufstieg zur B 30 über die Variante 2 zugestimmt. Lediglich Gemeinderat Peter Zick enthielt sich.

Im Mittelpunkt der Präsentationen des Verkehrsplaners Reiner Neumann (Büro Modus Consult aus Ulm) sowie des Umweltgutachter Burchard Stocks (Tübingen) standen die Vor- und Nachteile für die Gemeinde Warthausen. Neumann betonte, um der Gemeinde „eine Lösung an die Hand zu geben“, sei auch die geplante Nordumfahrung der B 465 ein „wesentliches Element“. Beides müsse als Gesamtpaket betrachtet werden. Die Probleme in und um Herrlishöfen seien ihm als Pendler bekannt. „Morgens reihen sich die Autos hier wie an einer Perlenschnur“, sagte Neumann. Deshalb sei es wichtig, hier eine Entlastung zu bieten. Die besten Effekte könnten mit der Variante 2 erzielt werden als Verlängerung der Nordwest-Umfahrung zwischen Oberhöfen und Mettenberg über den Rißtalhang hinauf zur B 30.

Umweltgutachter Burchard Stocks warnte aber auch vor den umweltpolitischen Folgen einer möglichen Baumaßnahme, unter anderem am Rißtalhang, wo zahlreiche alte Waldgebiete stehen. „Da tut’s richtig weh, wenn man die zerschneiden würde“, sagte Stocks. Die Tunnellösung sei daher zu bevorzugen (Seite 17). Gemeinderat Michael Gapp erkundigte sich bei Stocks nach den konkreten Kosten. Wichtig sei, zunächst die Baugrunduntersuchung abzuwarten, antworte Stocks. Danach könnten weitere Schritte folgen.

Der Gemeinderat Richard Matzenmiller erklärte: „Wir müssen aufpassen, dass das Projekt nicht an Fahrt verliert.“ Er forderte zugleich von der Verwaltung und den Planern, den geplanten B-30-Aufstieg auch gegen den „Teil der Bevölkerung“ zu verteidigen, die „noch in jedem Mausloch eine geschützte Tierart vermutet“. Zuspruch erhielt Matzenmiller vom CDU-Fraktionskollegen Franz Schuy. Er forderte von der Verwaltung: „Geben Sie Gas und realisieren Sie das Projekt so schnell wie möglich!“

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