Großer Aufruhr für ein kleines Tier: Ente legt den Zugverkehr auf Südbahn lahm

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Eine Ente hat sich am Donnerstag auf die Gleise bei Warthausen verirrt und damit für Verspätungen sowie Zugausfälle gesorgt. Die Bahn richtete einen Schienenersatzverkehr zwischen Biberach und Laupheim-West ein, weil Züge in Laupheim-West endeten und nach Ulm zurückfuhren.

„Der Lokführer einer Regionalbahn hat einen Schlag wahrgenommen“, erläuterte ein Sprecher der Bundespolizei auf Nachfrage der „Schwäbischen Zeitung“. Die Regionalbahn war auf der Fahrt von Ulm nach Biberach. „Er hatte zunächst einen Personenunfall vermutet und stoppte daraufhin den Zug.“

Der Lokführer habe nach ersten Erkentnissen dann Spuren von Blut am Zug entdeckt. Daraufhin sei die Rettungskette mit Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften in Gang gesetzt worden, wie es in solch einer Situation auch üblich sei. Lokführer stünden in diesen Momenten häufig unter Schock, begründet der Sprecher den Irrtum.

Strecke etwa eine Stunde gesperrt

Beim Eintreffen der alarmierten Beamten der Bundes- und Landespolizei, der Feuerwehr und des Rettungsdiensts stellte sich heraus, dass eine Ente für den Zusammenprall verantwortlich war. „Auslöser des Einsatzes war eine Ente, welche durch eine Regionalbahn erfasst wurde und hierdurch verendete“, teilte die Bundespolizei wenig später auf Twitter mit.

Laut dem Sprecher war die Strecke zwischen 10.10 und 11.11 Uhr polizeilich gesperrt. Durch die eingeleitete Schnellbremsung auf Höhe Warthausen verletzte sich nach derzeitgen Erkenntnissen der Bundespolizei keiner der knapp ein Dutzend Reisenden. 

In der Folge kam es auf der Südbahn zwischen Laupheim und Biberach zu Zugausfällen und Verspätungen. Die Bahn richtete vorübergehend einen Busverkehr ein.

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