Firmlinge bringen mehr als 200 Handys nach München

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Zahlreiche Firmlinge haben ausgediente Handy ins Haus der Weltkirche nach München gebracht.
Zahlreiche Firmlinge haben ausgediente Handy ins Haus der Weltkirche nach München gebracht. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Der Sozial- und Missionsausschuss Warthausen hat gemeinsam mit Gemeindereferentin Monika Göbel, Pfarrer Wunibald Reutlinger und elf Firmlingen mehr als 200 Handys direkt zu Missio gebracht, ins Haus der Weltkirche. Dabei stellten sie fest: In sieben Rücksäcke passt eine ganze Menge hinein. Mit Hingabe wühlten die 14-Jährigen in den Rucksäcken und suchten schwere „Dinosaurier“ heraus, die, laut Firmling Iwan „ nicht kaputt zu kriegen sind“. Und dennoch haben sie zunächst ausgedient und wurden gespendet für die „Schutz-Engel-Aktion von Missio“, die die recycelten Wertstoffe der Handys in Geld verwandelt.

Der Erlös kommt zum Beispiel einem Traumazentrum im Kongo zugute. Dort werden Kinder von den rivalisierenden Rebellengruppen gezwungen, seltene Erden abzubauen. Das Trauma-Zentrum soll helfen, aufgerissene Wunden zu heilen.

Nach einer abenteuerlichen Bahnfahrt mit einem Stromausfall im Münchner Hauptbahnhof konnten die Jugendlichen sich dort von informieren lassen, wie heute „Mission“ verstanden wird: Projektarbeit auf Augenhöhe mit den Partnern vor Ort, Aufklärung über Bildung, unaufdringliche Weitergabe der christlichen Hoffnung im gegenseitigen Austausch. Auch die jungen Leute zeigten sich beeindruckt von den Schnitzereien aus Malawi, die die Kapelle schmücken. Zum Mittagessen erwartete die Gruppe ein lebhaftes Gespräch mit dem bekannten Fernsehpfarrer Rainer Schiessler, der in seinen Münchner Gemeinden unkonventionelle Wege geht und die Menschen in vollen Kirchen für Jesus begeistern kann. Der Besuch am Grab von Pater Rupert Mayer in der Bürgersaalkirche rundete den Tag ab. Auf der turbulenten Rückfahrt im rappelvollen Zug ebbten die Gespräche über „Gott und die Welt“ nicht ab. So mancher Jugendliche versetzte die Erwachsenen mit seinen Gedanken ins Staunen.

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