Ungewisse Zukunft im Jubiläumsjahr

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Schwäbische Zeitung

Pandemiebedingt hat der TSV Wain die 100. Generalversammlung seiner Geschichte in der Gemeindehalle abgehalten.

Eigentlich hätte diese Versammlung schon im März abgehalten werden sollen, berichtete der stellvertretende Vorsitzende Ismar Wahl, der den Abend leitete. Doch Corona hält auch den Wainer Sportverein in Schach. In seinen einführenden Worten bedauerte er, dass die Feierlichkeiten anlässlich des 100. Vereinsgeburtstags deswegen nicht stattfinden konnten. Ausdrücklich dankte er seinen Vorstandskolleginnen, Jessika Habdank und Alexandra Schulnig, für die sehr gute Zusammenarbeit unter anderem bei der Bewältigung aller „Corona-Herausforderungen“.

In ihrem Bericht ließ Schriftführerin Alexandra Schulnig das Jahr 2019 Revue passieren. Anhand einer Wochenübersicht stellte sie das reichhaltige Sportangebot des TSV Wain vor und berichtete von zahlreichen Veranstaltungen: Der vielseitige Verein unternahm Skiausfahrten, beteiligte sich bei Silvesterläufen, veranstaltete Fasching und Altkleidersammlungen, einen Waldkindertag, Ausfahrten in einen Klettergarten, Badeausfahrten insbesondere für Kinder sowie Hüttenwochenenden. Dies offenbart ein vielseitiges Angebot an Leistungs- aber auch Breitensport. Alexandra Schulnig dankte den vielen Ehrenamtlichen in sämtlichen Abteilungen. Besonders freute sie sich über die Veröffentlichung eines Buches mit dem Titel „100 Jahre Sport in Wain“, das Harald Kächler verfasst hat und vom Ehrenvorsitzenden des TSV Wain herausgegeben wurde: Ernst Blattert.

Jessika Habdank, als Hauptkassiererin die Hüterin aller Finanzen, stellte solide Kassenbestände der Abteilungen und des Hauptvereins vor. Dies bestätigte Ernst Blattert, der die Kassen prüfte. Er hob hervor, dass die Kasse der Abteilung Leichtathletik bereits seit 50 Jahren von Karl Hans Walcher verantwortet werde und dankte ihm dafür. Anschließend stellte Bürgermeister Stephan Mantz den Antrag, die Vorstandschaft zu entlasten, was einstimmig beschlossen wurde. Zudem sprach er dem Vorstand Dank und Anerkennung aus und hob die Wichtigkeit der Vereinsarbeit in der Gesellschaft hervor.

Ämter bleiben vakant

Große Sorgen bereiten dem TSV in seinem Jubiläumsjahr Personalfragen. Vier Vorstandsposten wären neu zu besetzen gewesen, nur zwei konnten besetzt werden: Ismar Wahl wurde als stellvertretender Vorstand wiedergewählt, jedoch, auf eigenen Wunsch, nur für ein weiteres Jahr. Ebenso Jessika Habdank als Kassiererin. Marc Schauwecker übernahm als Vertreter der passiven Mitglieder den Posten von Katja Lehner, die auf eigenen Wunsch ausschied. Sämtliche Ergebnisse waren einstimmig. Martin Gaiser wurde nach vielen Jahren ehrenamtlicher Arbeit in der Abteilung Fußball verabschiedet.

Die Ämter des Vorsitzenden und zweiten Stellvertreters konnten trotz intensiver Bemühungen nicht besetzt werden. Darüber diskutierte die Versammlung unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes. Jessika Habdank ermunterte die Anwesenden, ob sich nicht vielleicht ein Team finden könne, das sich so in die Arbeit das Vorstands einbringen könnte. Ehrenvorstand Ernst Blattert appellierte an die jungen Leute, es zu wagen, sich in die Vereinsarbeit einzubringen. Er schlug vor, jemanden zunächst ohne Amtsverpflichtung in die Gremiumsarbeit einzubinden. Sämtliche Bemühungen jedoch verliefen erfolglos. Auf lange Sicht habe dies zur Folge, dass der 100 Jahre alte Verein aufgelöst werden müsse, erklärte Ismar Wahl.

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