Pippi Langstrumpfkommt zurück nach Wain

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Etwa 30 Kinder sind gekommen, um sich mit Pippi, Tommy und Annika auf Weltreise machen zu können. (Foto: Arnold)
Schwäbische Zeitung
Janina Arnold

Die Finger schossen in die Höhe, als es darum ging, sich für die Rolle der Pippi Langstrumpf zu melden: Das Freilichttheater Pippi-Langstrumpf-Freunde Wain hat am Mittwochabend nach jungen Darstellern für die diesjährige Theaterbesetzung gesucht.

Das „Theaterstück von Kinder für Kinder“ existiert schon seit dem Jahr 2002 und wird seit der Gründung des eigenen Freilichttheatervereins 2008 im Zweijahres-Rhythmus auf dem neuen Kulturplatz der Gemeinde Wain aufgeführt. Dieses Jahr feiert das Freilichttheater sein zehnjähriges Jubiläum mit der fünften Pippi-Langstrumpf-Aufführung. Beim Laupheimer Kinder- und Heimatfest darf man deshalb mit Pippis Schiff, der „Hoppetosse“, vertreten sein. Vom 19. bis 22. Juli findet das Freilichttheater mit der Geschichte „Pippi auf den sieben Meeren“ statt. Darin geht Pippi Langstrumpf mit Tommy und Annika auf eine Weltreise, um ihren Papa zu retten. Natürlich erleben die drei dabei viele Abenteuer und begegnen dem einen oder anderen Piraten.

Etwa 30 Kinder waren gekommen, um sich für eine Rolle im Stück zu melden. Kinder der dritten bis fünften Klasse durften sich dabei für die zwölf Sprechrollen bewerben, während die Kinder der ersten bis vierten Klasse als Statisten mitspielen dürfen. Da es zwei Besetzungen gibt, werden die Rollen doppelt verteilt und insgesamt 24 Kinder können eine Sprechrolle bekommen.

Am Ende werden insgesamt 50 bis 60 Kinder an der Aufführung mitspielen. Doch bis feststeht, wer welche Rolle spielt, müssen sich die jungen Schauspieler noch gedulden, denn die endgültige Besetzung wird erst nächste Woche bekannt gegeben. „Wir machen die Rollenverteilung nach Erfahrung, so wie wir es den Kindern zutrauen“, erklärt Vorsitzender Dr. Thomas Strobel, der schon seit den Anfängen des Freilichttheaters dabei ist. „Wir wollen niemanden überfordern. Einige Rollen sind mit über 80 Sprecheinsätzen schon sehr umfangreich.“

Kinder nehmen was mit

Das Theaterspielen präge die Kinder nachhaltig, erklärt Strobel den Eltern. „Die Kinder nehmen wirklich etwas für das Leben mit“, sagt er. „Sie lernen sich selbst darzustellen, vor Leute hinzustellen und zu reden.“ Die vergangenen Male sei das Theater immer gut angekommen. Schon jetzt liegen 1040 Anmeldungen von Schulen für die Schulaufführungen vor und auch an den jungen Schauspielern mangle es nicht.

„Ich mache dieses Jahr wieder mit, weil es mir letztes Mal so viel Spaß gemacht hat“, sagt der zehnjährige Sven Ottinger aus Wain, der sich für die Rollen des Papageis, des Messer-Jocke und des Blut-Svente gemeldet hat. „Meine Mama macht die Kostüme und findet gut, dass ich mitspiele.“

Auch Anna Wegmann (13) aus Wain spielt bereits zum zweiten Mal mit. „Es macht Spaß und war immer lustig“, sagt sie. Auch sie hat sich für die beliebten Rollen Messer-Jocke und Blut-Svente gemeldet, die ihre Auftritte immer gemeinsam haben. „Dann könnte ich mit meiner Freundin zusammenspielen.“

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