Kesse Göre kollidiert mit der Torte

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Au weia, das mit Pippi (2. von links, hier gespielt von Laura Fuchs) und der Torte ging ins Auge. Das Kaffeekränzchen ist entset
Au weia, das mit Pippi (2. von links, hier gespielt von Laura Fuchs) und der Torte ging ins Auge. Das Kaffeekränzchen ist entset (Foto: Roland Ray)
Schwäbische Zeitung
Redaktionsleiter

Wenn die Lehrerin an der Plutimikation verzweifelt, der starke Adolf auf dem Jahrmarkt in die Knie geht und ein Schiff namens „Hoppetosse“ auf der Weihung segelt – dann ist das stärkste Mädchen der Welt zurück in Wain. „Pippi Langstrumpf“ heißt das lustige Freilicht-Abenteuer, das die Pippi-Langstrumpf-Freunde dieses Jahr aufführen. Seit Ostern wird auf dem Kulturplatz geprobt. Am 24. Juli ist Premiere.

Kunterbunt geht es rund um Pippis Villa zu, auch am Donnerstagabend bei leichtem Regen. „Nehmt eure Positionen ein, in zwei Wochen gilt’s“, ruft Thomas Strobel den Schauspielern aufmunternd zu. Er führt in bewährter Manier zusammen mit Klaus Bretzel Regie. Die meisten Rollen werden wie immer von Wainer Kindern gespielt und sind doppelt besetzt. 40 Jungen und Mädchen wirken mit. Ein schmucker Leuchtturm komplettiert das Bühnenbild, ein Karrussell von einem Laupheimer Heimatfestwagen kommt noch dazu. Vor und hinter den Kulissen packt das halbe Dorf mit an – Pippi verbindet.

Unter einem Schirm schützt Alexander Motz Laptop und Lautsprecher vor den Regentropfen. Alle paar Minuten drückt er einen Button – prompt wiehert der Kleine Onkel, Pippis weißes Pferd. Aber auch mit Thomas und Annika, dem Äffchen Herr Nilsson und den Polizisten Klang und Larsson gibt es ein Wiedersehen, nicht zu vergessen das gestrenge Fräulein Prysselius. All die köstlichen Episoden aus Astrid Lindgrens Buch werden in Szene gesetzt: wie die kesse Göre in der Schule ihre unnachahmlichen Rechenkünste anwendet; wie sie die Ordnungshüter aufs Dach lockt und ihnen die Leiter wegzieht, zwei Langfinger übertölpelt, das Kaffeekränzchen bei Frau Settergren torpediert. Am Ende fällt sie ihrem Seeräuber-Papa um den Hals, mag aber nicht mit ihm in See stechen, weil Thomas und Annika dann untröstlich wären.

Es sind zwei vergnügliche Stunden Freilichttheater für Kinder und Junggebliebene. Wer bei einer der sechs öffentlichen Aufführungen dabei sein möchte, sollte sich sputen; die Abendvorstellung am Samstag, 26. Juli, ist bereits ausverkauft. Zu den zwei zusätzlichen, für Grundschulen und Kindergärten reservierten Vorstellungen werden jeweils fast 600 Zuschauer erwartet.

Termine und Hinweise zum Kartenverkauf unter www.pippi-in-wain.de. Besitzer der SZ-AboKarte erhalten am Veranstaltungstag kostenlos eine „Pippi-Tüte“.

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