Pfarrer Menrad feiert 50. Priesterjubiläum

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 In Konzelebfration wurde am Sonntag auf dem Bussen das 50-jährige Priesterjubiläum gefeiert, Pfarrer Wunibald Reiner (von links
In Konzelebfration wurde am Sonntag auf dem Bussen das 50-jährige Priesterjubiläum gefeiert, Pfarrer Wunibald Reiner (von links), Diakon Anton Maier, die Pfarrer Albert Menrad, Andreas Machow und Max Stark. (Foto: Wolfgang Lutz)
Wolfgang Lutz

Der Himmel über dem Bussen war am Sonntag morgen wolkenverhangen und es goss wie aus Kübeln. Aber kaum, dass die Fahnenabordnungen der Offinger Vereine mit den Ministranten und Geistlichen im feierlichen Zug die Kirche betraten, drangen Sonnenstrahlen in das Gotteshaus, wo an diesem Sonntag das 50-Jährige Priesterjubiläum von Pfarrer Albert Menrad gefeiert wurde. Der Kirchen- und Männerchor, die Schola Bussen, die Musikkapelle Offingen und Instrumentalisten verliehen durch ihr Mitwirken dem Festgottesdienst einen würdigen Rahmen. Aber auch viele Katholiken ließen es sich nicht nehmen, das Priesterjubiläum mit ihrem Bussenpfarrer mitzuerleben.

Wie es sich für ein Fest gehört, lädt man sich dazu auch Gäste ein. In diesem Fall waren es die Konzelebranten Pfarrer Andreas Machow aus seiner Heimatgemeinde Ottenbach auf der Alb, wohin es Albert Menrad nach seiner Pensionierung zieht. Dazu noch die zwei Pfarrpensionäre Max Stark und Wunibald Reiner, einem gebürtigen Mieterkinger, sowie Diakon Oliver Maier. Vor 27 Jahren habe er zur Primiz von Andeas Machow die Predigt halten dürfen, so Pfarrer Menrad, und heute sei es umgekehrt. Als erstes gelte es aber an diesem Tag dem Herrn und Schöpfer der Erde zu gedenken und den Glauben an Jesus Christus zu leben. Erst dann käme sein 50-jähriges Priesterjubiläum, das er an diesem Tag feiern durfte. Sein Vergelt's Gott richtete er dann an alle Beteiligten, die ihm eine große Freude zu seinem Priesterjubiläum bereitet haben.

Bei einem Rückblick auf die vergangenen 50 Jahre als Priester, so Pfarrer Andreas Machow in seiner Festansprache, gelte es vor allem zu danken, für das Leben, das Gott einem geschenkt habe. Wer und was einem in so langer Zeit alles begegnet sei, müsse man jeden Tag ebenfalls als Geschenk ansehen. Schon in der Taufe werde man hineingeboren in eine Welt, wozu man berufen sei. Das sei auch bei seinem Verwandten Alfred Menrad der Fall gewesen, der, mit sieben Geschwistern aufgewachsen, ein gläubiges Elternhaus vorfand, aus dem heraus seine geistliche Berufung entstanden sei. „Gott braucht uns Menschen, uns Priester, damit seine Botschaft weiter getragen wird.“ Dabei stehe das Gebet an erster Stelle, egal ob man einzeln oder zusammen bete. Vor 50 Jahren habe sich Albert Menrad auf die Fahne geschrieben: „Löscht den Geist nicht aus.“ Dies habe heute mehr denn je in einer Gesellschaft Bedeutung habe, die durch Wandel geprägt und in ungewisse Fahrwasser steuere.

Schlicht und ganz normal, eben einfach im Gebet dem Wort Gottes folgen, daraus erwachse erlebte Kirche, so der Festprediger. „Was glauben Sie, warum aus unserem kleinen Dorf gleich drei Priester kommen?“, stellte er die Frage. Ganz einfach: es wird um geistliche Berufe gebetet. Dabei sei es in heutiger Zeit nicht leicht den Weg als Christ, und schon gar nicht als Mensch zu gehen. Da müsse man mit Jesus ins Gespräch gehen und einfach beten. Dabei, so Machow, stehen die Pfarrer nicht isoliert im Leben, vielmehr erleben sie, wie Freud und Leid alltäglich sind und: „Miteinander prägt.“

„Jesus sendet, er beruft und auch im derzeitigen grundlegenden Wandel im christlichen Umfeld, stellt das eine gewisse Herausforderung an eine ungewisse Zukunft.“ Pfarrer Albert Menrad habe nun den Ruhestand vor Augen, den er dann auf der Ostalb, in Abtsgmünd, verbringen will. Pfarrer Andreas Machow: „Freut Euch, dass Eure Namen im Himmel verzeichnet sind, aber nicht über Eure Erfolge.“ Für Priester gelte zudem noch was ganz anderes: Die Vollendung in Gott. „Wir feiern heute ein Fest, ganz einfach und schlicht, wie Du Deinen Weg 50 Jahre als Priester gegangen bist, dafür sagen wir Dir ein Vergelt's Gott“, richtete er seine letzten Worte an Bussenpfarrer Albert Menrad.

Gefestet wurde bei einm Stehempfangs im Gasthaus Schönblick, wo man sich mit den rüstigen Bussenpfarrer in lockerer Runde unterhalten konnte.

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