Klanggemälde zum Chorjubiläum

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Der Kirchenchor Uttenweiler feiert 175 jähriges Jubiläum.
Der Kirchenchor Uttenweiler feiert 175 jähriges Jubiläum. (Foto: Kurt Zieger)
Kurt Zieger

Mit einem musikalisch beeindruckenden Gottesdienst voll überschäumender Sangesfreude feierte der Kirchenchor Uttenweiler sein 175-jähriges Bestehen. Der gemischte Chor im Zusammenwirken mit Orgel und Bläsern band die Gemeinde in seine jubilierende Lebensmelodie ein und wurde zurecht mit viel Beifall gefeiert.

Sowohl bei Klassikern wie Beethovens „Die Himmel rühmen“ oder Konradin Kreutzers „Abendglocken“ spürten die vielen Gottesdienstbesucher die Freude und die Begeisterung, die das Leben der Sängergemeinschaft beherrscht. Vom Gloria aus Huberts Zaindls „Missa Festiva“ bis zu Haydns „Die Himmel erzählen“ aus seinem Oratorium „Die Schöpfung“, mit sicheren Solisten, Kleingruppen und strahlendem Chorklang in flottem Tempo interpretiert, spannte sich ein musikalisch wie inhaltlich weiter Bogen. Der Chor mag den lateinischen Gesang ebenso wie moderne Ausdrucksweise der Musik, ob als rein chorische Vorträge oder in Verbindung mit Bläsern oder den Gottesdienstbesuchern. Im Schlusslied „Ein Haus voll Glorie schauet“ vereinten sich Chor mit Überstimmen, Orgel, Bläser und Gemeinde zu einem jubilierenden Klanggemälde, für dessen Zustandekommen vor allem Edith Rudolph als Chorleiterin, Stefanie Fürst an der Orgel und Ralf Kriz mit einem Bläserensemble des Musikvereins Uttenweiler die verantwortlichen Bausteine darstellten.

Damit wurde spürbar umgesetzt, wenn Pfarrer Klaus Wolfmaier in seiner Predigt von Gottes Melodie sprach, die mit Ohr und Herz zu einer persönlichen Lebensmelodie werden könnte. Für jeden Menschen habe Gott eine Melodie, egal, ob er selber singen könne oder nicht. Immer sei diese Melodie ein Liebeslied von Gott, auch wenn sie manchesmal schwermütig sein könne. „Der Kirchenchor singt in der Liturgie zum Lobe Gottes, er gibt Gottes Melodie weiter.“

Für die Kirchengemeinde dankte Karl-Heinz Maikler als zweiter Vorsitzender für die treuen Dienste, die der Chor nicht nur bei Hochfesten versieht. „Jeder Gottesdienst, den ihr mitgestaltet, wird ein Festgottesdienst zur Ehre Gottes.“ Dies gelte für Hochzeiten wie auch für die Begleitung bei Beerdigungen. Besonderer Dank gebühre Edith Rudolph als Chorleiterin ebenso wie Stefanie Fürst an der Orgel, die beide seit vielen Jahren für die Kontinuität des musikalischen Niveaus Verantwortung tragen wie auch Gertrud Blersch als Vorsitzende, die unermüdlich zum Wohl des Chores tätig sei.

Daran knüpfte Gertrud Blersch ihren Dank an für den zahlreichen Besuch des Jubiläumsgottesdienstes und für den Zusammenhalt des derzeit stattlichen Chors mit 40 Sängerinnen und Sängern. „Dennoch ist jeder und jede mit Freude am Gesang zu einem Besuch in unserem Chor eingeladen.“ Neben dem Bläserensemble mit Ralf Kriz galt ihr Dank vor allem Edtith Rudolph, welche die Tradition des Chors seit 2004 erfolgreich fortführt. „Du, Edith, kannst Chormusik und Gemeinschaft wunderbar vereinen.“ Unter Applaus der Gottesdienstbesucher und Blumen stellte die Vorsitzende fest: „Wir dürfen die beste Epoche unserer 175-jährigen Chorgeschichte erleben.“ In diesen Dank schloss sie, ebenfalls mit einem Blumengruß, auch Stefanie Fürst für die stets meisterliche Mitgestaltung bei allen chorischen Anlässen an der Orgel mit ein.

Der von der Kirchengemeinde ausgerichtete Stehempfang auf dem Kirchplatz gab Gelegenheit zu vielen Begegnungen und Gesprächen, bei denen vielfach das Singen des Kirchenchors im Jahr 2018 im Mittelpunkt stand.

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