Kindergartengebühren steigen

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Für die Kinderbetreuung müssen Eltern in Uttenweiler ab nächstem Kindergartenjahr etwas tiefer in die Tasche greifen.
Für die Kinderbetreuung müssen Eltern in Uttenweiler ab nächstem Kindergartenjahr etwas tiefer in die Tasche greifen. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Schritt für Schritt möchte die Gemeinde Uttenweiler ihre Kindergartengebühren anheben, um eine bessere Kostendeckung zu erreichen. Im nächsten Kindergartenjahr müssen die Eltern deshalb erneut etwas tiefer in die Tasche greifen: Die Entgelte erhöhen sich um neun Prozent.

142 Kinder im Kindergartenalter leben derzeit in der Gemeinde Uttenweiler. Und diese Zahl scheint recht stabil zu sein. Zwar ist für das Kindergartenjahr 2018/19 ein geringer Rückgang auf 134 anspruchsberechtigte Kinder zu erwarten, stellte Hauptamtsleiterin Désirée Feicht im Gemeinderat den Kindergartenbedarfsplan vor. Doch schon im Jahr darauf dürfte sich die Zahl erneut auf 142 Kinder einpendeln.

Für sie besteht ein leichtes Überangebot bei der Betreuung. Denn die Gemeinde hält derzeit und auch in den nächsten zwei Jahren 159 Kindergartenplätze vor. Sie verteilen sich auf 60 Plätze in den drei altersgemischten Ganztagesgruppen, 24 Plätze in den zwei altersgemischten Halbtagesgruppen und 75 Plätze in den drei altersgemischten Regelgruppen. Zwei Kinder aus umliegenden Gemeinden werden derzeit ebenfalls in Uttenweiler betreut, für sie hat die Gemeinde einen interkommunalen Kostenausgleich angefordert. Allerdings besuchen auch fünf Kinder aus dem Gemeindegebiet auswärtige Kindergärten, für die Uttenweiler einen Kostenausgleich von rund 6930 Euro entrichtet.

Etwas schwieriger ist es, die Bedarfsplanung für die Kinderkrippe zu ermitteln. Schließlich rechne die Gemeinde hier mit Kindern, die noch gar nicht geboren sind, so Hauptamtsleiterin Feicht. Aktuell gibt es 33 Zweijährige und 40 Einjährige in der Gemeinde Uttenweiler. Im Kindergartnjahr 2018/19 werden zwar 40 Kinder unter zwei Jahren im Gemeindegebiet leben; für Kinder unter einem Jahr liegen aber noch keine Zahlen vor.

Die Empfehlung vom Land, für 34 Prozent der Unterdreijährigen Betreuungsplätze vorzuhalten, habe sich als nicht realistisch erwiesen, sagte Feicht. Der Bedarfsplanung in Uttenweiler liegt deshalb die Empfehlung des Landkreises zugrunde, der von zehn Prozent ausgeht, was im aktuellen Kindergartenjahr 7,3 Kinder ergeben würde. Für die neue Kinderkripppe strebt die Gemeinde eine Belegung mit zehn Kindern an. Der aktuelle Entwurf des Neubaus sieht aber eine Erweiterungsmöglichkeit für eine zweite Krippengruppe vor.

Davon unabhängig wird die Gemeinde im neuen Kindergartenjahr erneut die Entgelte erhöhen (siehe Kasten). Schon 2015 hat der Gemeinderat beschlossen, die Gebühren schrittweise an die Empfehlungen der kommunalen Spitzenverbände und kirchlichen Fachverbände anzupassen und damit eine höhere Kostendeckung anzustreben.

Die aktuelle Erhöhung um neun Prozent sei auch vom paritätischen Ausschuss, dem Vertreter von Kirche und Gemeinde angehören, so abgestimmt worden, sagte Bürgermeister Werner Binder. Auch der Gemeinderat befürwortete die Erhöhung bei einer Gegenstimme von Christoph Fritschle.

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