Einsatz für Frieden und Gedenkkultur

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 Die „Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ pflegt die Gräber von Gefallenen der beiden Weltkriege und setzt sich für den Frieden ein.
Die „Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ pflegt die Gräber von Gefallenen der beiden Weltkriege und setzt sich für den Frieden ein. (Foto: Uwe Zucchi)
Schwäbische Zeitung

Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Uttenweiler lädt zum Bastiani-Kriegergedächtnistag am Samstag, 18. Januar. Gastredner in diesem Jahr ist Dr. Martin Lunitz, Landesgeschäftsführer des Volksbunds „Deutsche Kriegsgräberfürsorge“.

Hinter dem Volksbund liegt ein bedeutendes Jahr. 2019 konnte die „Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ ihr 100-jähriges Bestehen feiern. Die Ursprünge des Volksbunds gehen auf eine Bürgerinitiative zurück. Nach dem Ersten Weltkrieg verfügte die damalige Reichsregierung weder über finanzielle Mittel noch politische Möglichkeiten, sich um die Gräber von Gefallenen im Ausland zu kümmern. Ein Missstand, dem sich zunächst eine kleine Gruppe von acht Männern in Berlin annahm (Quelle: Wikipedia).

Heute ist der Volksbund „Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ eine international vernetzte humanitäre Organisation. Nach wie vor gehören die Anlage und Pflege von Ruhestätten für Gefallene und andere Kriegsopfer zu seinen Aufgaben. Darüber hinaus dient sein Wirken der Völkerverständigung, der deutschen Erinnerungs- und Gedenkkultur und der Förderung des Friedens. „Tradition und Moderne sind kein Gegensatz“, schreibt der Volksbund auf seiner Homepage. Neben der Gräberpflege biete er Workshops, Seminare, Freizeiten und viele weitere Aktivitäten rund um das Thema Frieden an.

Anlässlich des Jahrestags blickt Dr. Martin Lunitz, Landesgeschäftsführers der „Deutschen Kriegsgräberfürsorge“, in seiner Rede am Uttenweiler Bastianitag auf „100 Jahre Volksbund“ zurück.

Bereits um 9.15 Uhr treten die Vereine auf dem Schlosshof an, anschließend findet ab 9.30 Uhr ein Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche St. Simon und Judas mit Pfarrer Tomy Scaria und dem Gesangverein Frohsinn Uttenweiler statt. Die Sänger werden auch die darauffolgende Gedenkfeier am Kriegerdenkmal auf dem Friedhof musikalisch mitgestalten, im Wechsel mit der Musikkapelle Uttenweiler. Rudolf Reiter von der Krieger- und Soldatenkameradschaft und Bürgermeister Werner Binder werden eine Ansprache halten, Pfarrer Tomy Scaria wird ein Gebet sprechen.

Bei der Feier in der Turn- und Festhalle Uttenweiler wechseln Lieder und Musikstücke von Gesangverein und Musikkapelle mit Redebeiträgen. Neben Volksbund-Geschäftsführer Lunitz werden auch Alois Steiner, Vorsitzender der Krieger- und Soldatenkameradschaft und Bürgermeister Binder sprechen; Hans Blersch stellt die Chronik „175 Jahre Kriegerkameradschaft“ vor – denn auch der Verein kann ein besonderes Jubiläum feiern.

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