Da Capo sorgt für „Fun, Fun, Fun“

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Der Chor Da Capo brachte in Uttenweiler reichlich Stimmung auf die Bühne.
Der Chor Da Capo brachte in Uttenweiler reichlich Stimmung auf die Bühne. (Foto: Jonathan Schrode)
Jonathan Schrode

Einmal mehr hat der Chor Da Capo aus Uttenweiler am Samstag der örtlichen Turn- und Festhalle ein neues Gesicht gegeben. Zusammen mit dem Gesangsensemble Bonds Acoustic und dem Modern-Symphonic-Percussion-Ensemble genossen die Zuhörer ein „Best Of“ der Pop-Musik und neue Klangerlebnisse.

Nachdem der Gesangverein Uttenweiler mit seinen vier Chören im April die Gäste zu einer musikalischen Weltreise entführte und sich die Schauplätze und Bühnenbilder rings um das Publikum befanden, entschied sich der Chor Da Capo, die Besucher beim Konzert unter dem Motto „Nothing But Pop“ mit einer auf die Seite verlegten Hauptbühne und sich bewegenden Kulissen zu überraschen. Düstere Glockenschläge, Geräusche von prasselndem Regen, Blitz und Donner bestimmten die Minuten vor dem ersten Programmpunkt. Nach der Eröffnung durch die moderierende Fantasiefigur „Marabella Maleficent“ (Irina Dietrich) begannen die 24 Sängerinnen und Sänger des veranstaltenden Chors das Konzert mit sanften Klängen. Der Song „Fix You“ der britischen Pop-Rock-Band Coldplay bereitete den Weg für den Disco-Hit „I’m so excited“ des US-amerikanischen Geschwister-Duos Pointer Sisters aus dem Jahre 1982. Weitere Hits der Popular-Musik wurden mit dem Country-Pop-Klassiker „Queen of Hearts“ von Juice Newton und dem durch Ex-Beatle George Harrison bekannt gewordenen Song „Got my Mind set on You“ interpretiert. Auch bei „Rhythm of Life“ kam bei der Kombination aus Gesang und Choreografie Musical-Feeling auf. Während am Wochenende in Südwestdeutschland bereits Schneefälle zu verzeichnen waren, holte der Chor unter Leitung von Wolfgang Hirsch beim krönenden Abschluss mit gleich drei einprägsamen Melodien der Beach Boys etwas kalifornisches Strand-Flair in die vollbesetzte reihenbestuhlte Turn- und Festhalle.

Mit der passenden Ausstrahlung, einem per se mehrstimmigen Gesangspart und bekannten Gitarrensoli, gespielt von Robert Glöckler, verabschiedete der Gastgeber sein Publikum mit dem vielsagenden Titel „Fun, Fun, Fun“. Beendet wurde das Konzert genauso mystisch wie es begonnen hatte. Unter Blitz und Donner und in schwarze Gewänder gehüllt, schritten die Sängerinnen und Sänger bei der Originalkomposition für Chor „Time to Leave“ von Franz Herzog aus dem Saal. Als Solistinnen traten Ramona Beitz, Magda Brancato, Sabrina Fülle, Sarah Heinrich, Marie-Claire Hugger, Nicole Nusser und Karina Schrode auf, während Tamara Bischof den Chor am Klavier, Sascha Jerg am E-Bass und Jonas Glöckler am Schlagzeug begleitete.

Das von Elmar Müller am Klavier begleitete dreiköpfige Gesangsensemble „Bonds Acoustic“ aus Laupheim bestach mit seiner kleinen aber feinen Besetzung, dem vollen dreistimmigen Gesang und dem locker-lässigen Auftritt. Dabei gab es sowohl Momente, die zum Nachdenken anregten, als auch Gelegenheit zum Klatschen, Schwärmen und Schmunzeln. Besonders Max Raabes „Für Frauen ist das kein Problem“ und das ruhige Cover des Dauerbrenners „Ein Kompliment“ der Pop-Rock-Gruppe „Sportfreunde Stiller“ haben es dem Publikum angetan, das an diesem Abend ansonsten überwiegend englisch-sprachige Hits geboten bekam. Auch die drei Damen von „Bonds Acoustic“ griffen mit „I know him so well“ (Chess) und „Liebe ist alles“ (Elisabeth, die Legende einer Heiligen) auf Musical-Melodien zurück.

Weder der King noch die Queen of Pop schafften es mit ihren Songs in das Konzertprogramm dieser Pop-Zeitreise, aber mit Queen, Phil Collins und Sting interpretierte das Modern Symphonic Percussion-Ensemble unter der Leitung von Hubert Müllerschön dennoch drei der bekanntesten Künstler des 20. Jahrhunderts. Auch die 14 Percussionisten verzichteten nicht auf Gesang und konnten mit der Stimme von Robin Knab aus Unlingen die Klänge von Drum Sets, Pauken, Marimbaphonen und anderen Mallet-Instrumenten bereichern.

Das Publikum zeigte seine Begeisterung über die musikalischen Darbietungen mit tosendem Applaus und dankte dem Chor für das sehr fantasievoll inszenierte Motto „Nothing But Pop“.

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