Unlingen plant bis 2023 Investitionen in Höhe von 9,5 Millionen Euro

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Das Landratsamt Biberach bestätigte die Gesetzmäßigkeit des Unlinger Haushaltes.
Das Landratsamt Biberach bestätigte die Gesetzmäßigkeit des Unlinger Haushaltes. (Foto: Monika Skolimowska)
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Der Haushalt 2020 der Gemeinde Unlingen ist gesetzmäßig. Dies wurde der Gemeinde in einem Schreiben des Landratsamts vom 26. August bestätigt. Die Gemeinde kann in ihrem Haushalt, der erstmals nach dem neuen Haushaltsrecht der doppelten Buchführung (Doppik) dargestellt wird, ein positives Gesamtergebnis aufweisen. Einziger Kritikpunkt des Landratsamts: Der Haushalt sollte am 1. Dezember des Vorjahres den Aufsichtsbehörden vorliegen. In Unlingen wurde der Haushalt 2020 aufgrund der Vakanz auf der Kämmerer-Stelle erst im Juni verabschiedet.

In seinen Bemerkungen zum Haushalt geht das Landratsamt auf die einzelnen Teilpläne ein. Der Ergebnishaushalt weist einen positiven Betrag von 2400 Euro aus. Mit dem Ergebnis komme die Gemeinde Unlingen der gesetzlichen Forderung des neuen Haushaltsrechts nach, dass sie für den Erhalt der Ressourcen Sorge tragen müsse. Im Ergebnishaushalt werden im neuen kommunalen Haushaltsrecht die Erträge und Aufwendungen gegenübergestellt. Auch Abschreibungen und Rückstellungen sind hier berücksichtigt. Dementsprechend weist der Ertragshaushalt den Gesamtressourcenverbrauch und das entsprechende Gesamtkaufkommen aus.

Der Finanzhaushalt, der alle reellen Einnahmen und Ausgaben beinhaltet (also keine Abschreibungen), weist einen Überschuss von 385 000 Euro aus. Da die Gemeinde Unlingen schuldenfrei ist und keine Tilgungen zu leisten hat, kann diese Summe auch für Investitionen genutzt werden, wie das Landratsamt schreibt.

Für das laufende Jahr will die Gemeinde laut Haushaltsplan 3,5 Millionen Euro investieren. Bis 2023 sind Investitionen in Höhe von insgesamt 9,5 Millionen Euro geplant. Diese sollen durch erwirtschaftete Überschüsse (1,4 Millionen Euro), durch Veräußerungen und durch Beiträge (2,9 Millionen Euro) sowie durch die Aufnahme von Schulden von zwei Millionen Euro finanziert werden. Zudem ist ein Griff in die Rücklagen (3,2 Millionen Euro) vorgesehen. Diese würden dann 2023 auf 460 700 Euro sinken.

Kämmerer kommt am 1. Oktober

Bürgermeister/Amtsverweser Gerhard Hinz hat den Haushaltserlass des Landratsamts in der jüngsten Ratssitzung verlesen. Er dankte dabei ganz besonders Gemeinderat Elmar Lohner, der angesichts der nicht besetzten Kämmerer-Stelle in Unlingen bei der Erstellung des Haushalts kräftig mitgeholfen hatte. „Hervorragende Arbeit“, so Hinz. Ab 1. Oktober ist wieder ein Kämmerer in Unlingen an Bord. Wolfgang Kopp aus Unterwachingen wird die Stelle antreten – sehr zur Freude des Bürgermeisters/Amtsverwesers.

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