Unbekannter schießt Katze in den Kopf

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Eine Katze ist am Samstag in Uigendorf angeschossen worden. Der unbekannte Täter hat vermutlich eine Luftdruckwaffe benutzt. Der Halter hat bei der Polizei Anzeige erstattet.

Das verletzte Tier wurde in der Tierarztpraxis von Heike Mohn in Unlingen behandelt. Die Tierärztin hat den Vorfall auf Facebook gepostet, um andere Tierhalter zu warnen. „Zum Glück konnte das Geschoss die Schädeldecke nicht durchdringen und blieb in der Haut stecken“, schreibt sie. „Ansonsten hätte sie wohl nicht überlebt.“

Die Katze hatte am Samstagmorgen das heimische Haus in Uigendorf verlassen und war abends mit dem Geschoss im Kopf zurückgekommen. Dabei handelt es sich offensichtlich um ein Diabolo-Geschoss, wie es in Luftdruckwaffen verwendet wird. Der Tatzeitpunkt liegt vermutlich zwischen 17 und 19 Uhr.

Polizei sieht keine Häufung solcher Vorfälle

Für Heike Mohn ist es in diesem Jahr bereits die zweite angeschossene Katze, die sie zu versorgen hatte. Der andere Vorfall hat sich allerdings in Mengen ereignet. „Das ist ein Trend, dass die Leute Spaß daran haben“, hat die Tierärztin festgestellt: „Das nimmt wahnsinnig zu.“ Mit allem möglichen, auch mit Pfeilen, werde auf Katzen geschossen. Die Tatorte seien weit gestreut.

Die Polizei kann eine Häufung solcher Vorfälle nicht bestätigen – jedenfalls nicht, soweit sie überhaupt angezeigt wurden. Im Großraum Riedlingen seien innerhalb des letzten halben Jahres zwei Fälle gemeldet worden: am 22. Mai in Moosburg und am 20. Juli in Bad Schussenried. Und im November vorigen Jahres ist in Ertingen auf eine Katze geschossen worden.

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