Geballte Chorpräsenz begeistert

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Wild her ging es beim Kaffeeklatsch des Chors Akzente unter der Leitung von Linda-Magdalena Halder und Elisabeth Maier.
Wild her ging es beim Kaffeeklatsch des Chors Akzente unter der Leitung von Linda-Magdalena Halder und Elisabeth Maier. (Foto: JAN GOLLER)
Jan Goller

Auf drei Chöre konnten sich die mehr als 400 Besucher des Konzerts „Chor aufs Ohr“ am Samstagabend in der Gemeindehalle Unlingen freuen. Zum ersten Mal präsentierte sich an diesem Abend die gesamte junge Chorszene der Kirchengemeinde Unlingen. Dazu gehören die Chöre Vorschola, Jugendschola und Akzente, die ein abwechslungsreiches Programm boten, das von traditionellen Liedern bis hin zu modernen Pop-Charts und A-cappella-Liedern reichte.

Die Leiterin des Chors Akzente, Elisabeth Maier, zeigte sich zu Beginn des Konzerts überwältigt von der großen Anzahl an Gästen. Sie betonte die geballte Chorpräsenz an diesem Abend und das breite Altersspektrum der Sängerinnen und Sänger, das von neun bis 39 Jahren reichte. Alle drei Chöre begrüßten das Publikum mit dem Lied „Sei hier Gast“.

Danach präsentierten die jüngsten Sänger Unlingens, die Vorschola, einen Walt-Disney-Streifen der besonderen Art. Sie führten in die Fantasiewelt des Dschungelbuchs, der Pocahontas und des Königs der Löwen. Die Kleinen sangen unter der Leitung von Rebecca Maier bekannte Lieder wie „Probiers mal mit Gemütlichkeit“ und „Hakuna Matata“. Zusammen gaben die drei Chöre „Adiemus“ des britischen Komponisten Karl Jenkins zum Besten. Die in diesem Song verwendete Sprache Jenkins besteht aus selbst erdachten Wörtern, womit die Sprache bedeutungslos wird und die Stimme als Instrument in den Vordergrund tritt.

Die Jugendschola begann mit dem Stück „Mr. Postman“, in dem es um das spannende Erwarten des Postboten geht, der einen Liebesbrief vorbeibringen soll. Noch vor ein paar Jahrzehnten haben Briefträger, Teenagerherzen höher schlagen lassen, sagte die Leiterin der Jugendschola Linda-Magdalena Halder und schmunzelte. „Doch heutzutage in Zeiten von Social Media hat sich das geändert.“ Die Nachwuchssänger inszenierten das Eintreffen eines Briefs und die damit verbundene Freude. Außerdem bot der junge Chor mit modernen Pop-Songs eine große Musikvielfalt. Nicht fehlen durfte „Roar“ der US-amerikanischen Sängerin Katy Perry, bei dem der Tiger eine wichtige Rolle spielt. Genau dieser steht nämlich für die Stärke, die es in diesem Song zu beweisen gilt. Beim nächsten Lied „Just the way you are“ von Bruno Mars glänzten die beiden Solisten Alana Bhose Gomez und Leonie Zwick mit ihrem musikalischen Können. Den Auftritt der jungen Sänger rundete der Song „Viva la vida“ (deutsch: Es lebe das Leben.) der britischen Pop-Rock-Band Coldplay ab.

Der Chor Akzente nahm die Zuhörer mit zu einer Reise ins Unlinger Landleben. Passend dazu verkleideten sich die Sänger als Bauern im Country-Style. Die Trilogie zur Liebe auf dem Land begann mit einer Mühle am rauschenden Bach, die im Laufe des ersten Liedes zur lauten Techno-Mühle wurde. „Mona-Mu“ stellte eine Ode an eine Kuh dar, wie die Leiterin der Chöre und der Jugendschola Lina-Magdalena Halder erklärte. Den letzten Teil der Landliebe bildete die Schwabenhymne „Mir im Süden“ des A-cappella-Quintetts „Füenf“ aus Stuttgart. Zusammen mit der Jugendschola sang der Chor Akzente „Fix you“ von Coldplay. Leonie Schmid und Anita Baur traten dabei solistisch auf.

Turbulenter Kaffeeklatsch

Bevor sich der Konzertabend zu Ende neigte, gaben die Akzente mit Songkonfekt ein Medley zum Besten. Dieses endete in einem turbulenten Kaffeeklatsch, so Dirigentin Halder. Männer und Frauen kleideten sich dazu im Stil der 60er-Jahre. „Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann“ sangen die Frauen im Chor. Im weiteren Programm des Chors blieb es aus musikalischer Sicht süß – mit süßen Träumen „Sweet Dreams“ des britischen Pop-Duos Eurythmics.

Die Akzente verabschiedeten sich mit dem Partyklassiker „Don’t stop me now“ der britischen Rockband Queen. Dieser Hit beschreibt die Einstellung der Chorsänger: „Wir waren alle super drauf und die Lebendigkeit des Songs passt perfekt zu uns“, so Dirigentin Halder. Die Sänger wurden am Saxofon von Wolfram Halder, am Schlagzeug von Michael Sigg, am E-Bass von Sascha Jerg und an der E-Gitarre von Ben Galster unterstützt. Dirigentin Maier freute sich über den begeisterten Applaus des Publikums. „Uns hat es Spaß gemacht.“

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