Dorfgemeinschaftshäuser vorrangig für Bürger

Lesedauer: 4 Min
Bürgertreffpunkt: das Dorfgemeinschaftshaus Göffingen.
Bürgertreffpunkt: das Dorfgemeinschaftshaus Göffingen. (Foto: Archiv: Zieger)
Kurt Zieger

Nachdem das Dorfgemeinschaftshaus „Alte Schule Möhringen“ nun fertiggestellt ist und im Monat Mai der Bevölkerung übergeben wird, hat die Gemeinde eine neue Benutzungs- und Gebührenordnung für alle Bürgertreffsmöglichkeiten in den Ortsteilen erlassen. Sie alle sind vorrangig für die Bürger und die Vereine da.

Die neue Benutzungsordnung gilt für das Bürgerhaus Dietelhofen, die Dorfgemeinschaftshäuser in Göffingen und Uigendorf sowie für den Rathaussaal und das neue Dorfgemeinschaftshaus „Alte Schule“ in Möhringen. Alle diese Gebäude sind öffentliche Einrichtungen der Gemeinde. Sie stehen der Gemeinde, den Ortsverwaltungen, dem Übungsbetrieb sowie als Treffpunkt der örtlichen Vereine sowie für öffentliche und private Veranstaltungen zur Verfügung. Die Benutzung der genannten Einrichtungen ist vorrangig für Bürger und Vereine der Gesamtgemeinde vorgesehen. Über die Vermietung der Räumlichkeiten entscheidet der jeweilige Ortsvorsteher gegebenenfalls in Absprache mit der Gemeindeverwaltung. Die Genehmigung wird in Form eines Nutzungsvertrags erteilt. Auch die Terminverwaltung wird vom Ortsvorsteher durchgeführt. Vorschriften über Benutzung und Haftung haben sich gegenüber den bisher geltenden Bestimmungen nicht geändert. Nach wie vor sind die Einrichtungen mit ihren Ausstattungsgegenständen pfleglich zu behandeln, Tiere dürfen nicht mitgebracht werden, es gilt allgemeines Rauchverbot. Die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes sind einzuhalten, unzumutbare Lärmbelästigungen für die Nachbarschaft sind zu vermeiden. Der Veranstalter organisiert Bewirtung, Herrichten und Ausschmückung des Saals selbst. Die einheimischen Vereine haben grundsätzlich das Recht, ihre Proben und Vereinstreffen in diesen Räumlichkeiten der Gemeinde abzuhalten. Um gegenseitige Rücksichtnahme sollte man sich stets bemühen. Veranstaltungen im Saal haben jedoch Vorrang vor ständigen Zusammenkünften der Vereine. Der Ortsvorsteher wird versuchen, terminliche und zeitliche Blockaden zu minimieren. Auch in der Gebührenordnung ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen. Die Grundgebühr pro Veranstaltung im Saal beträgt in der Regel 50 Euro, dazu kommen Kosten für die Nutzung der Küche, für Heizung, Beleuchtung und Feuersicherheitswache. Keine Gebühren werden erhoben bei Veranstaltungen von Schule und Kindergarten, bei Hauptproben örtlicher Vereine und Organisationen von öffentlichen Veranstaltungen, sowie bei Wohltätigkeitsveranstaltungen, deren Erlös einem gemeinnützigen oder mildtätigen Zweck zugeführt wird. Dies gilt auch für Kongresse und Veranstaltungen im Interesse der Gemeinde.

Dorfgemeinschaftshäuser sollen Orte sein, in denen Bürger sich treffen können und das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Gemeinde gestärkt wird.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen