Die Unlinger haben doch noch die Wahl

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Letzter Blick am Mittwoch um 18 Uhr in den Rathausbriefkasten: Es bleibt bei sieben Bewerbungen.
Letzter Blick am Mittwoch um 18 Uhr in den Rathausbriefkasten: Es bleibt bei sieben Bewerbungen. (Foto: Berthold Rueß)

Die Bürgermeisterwahl findet am 7. Oktober statt. Sollte kein Bewerber die absolute Mehrheit bekommen, ist Neuwahl am 21. Oktober

Am Ende ging es Schlag auf Schlag. Nachdem sich wochenlang nichts gerührt hatte, sind für die Unlinger Bürgermeisterwahl kurz vor Fristende noch acht Bewerbungen eingegangen, wovon eine aber wieder zurückgezogen wurde. Bei den restlichen sieben Bewerbungen hatte der Gmeindewahlausschuss am Mittwochabend nichts zu beanstanden: Die sechs Kandidaten und eine Kandidatin sind wählbar. Fridi Miller ist, wie sie in einem Kommentar auf schwaebische.de angekündigt hat, nicht darunter.

Zwei der Bewerber sind Verwaltungsfachleute. Das ist zum einen Erwin Hölz aus Dürmentingen, Jahrgang 1963, Diplomverwaltungswirt und ehrenamtlicher Bürgermeister in Kanzach, zum anderen die Stadtamtfrau Tanja Ewert aus Zweibrücken, Jahrgang 1971, Betriebswirtin und Diplomverwaltungswirtin. Die restlichen sechs Bewerber kommen aus anderen Branchen: Steffen Schöps aus Philippsburg, Jahrgang 1970, ist Rechtsanwalt, Marc Alexander Müller aus Laupheim, Jahrgang 1988, ist Unternehmensberater für Informationstechnik,, Benny Grider aus Knittlingen, Jahrgang 1978, ist Überregionaler Standortleiter, Michael Haag aus Wolpertswende, Jahrgang 1975, ist Technischer Produktdesigner, und Dr. Georg Bitter aus Bad Buchau, Jahrgang 1957, ist Geschäftsführer.

Im Staatsanzeiger und in der Schwäbischen Zeitung war die Stelle bereits am 20. Juli ausgeschrieben. Wochenlang gab es keine Reaktion. Amtsinhaber Richard Mück, der am 5. Dezember in den Ruhestand geht, bat auch Amtskollegen, ihre Kontakte spielen zu lassen, um mögliche Bewerber zu motivieren. Mück erinnert sich an seine erste Kandidatur in Unlingen vor 32 Jahren: „Das stand kaum im Staatsanzeiger, da kamen schon die Bewerbungen.“ Wie auch seine eigene. Mück vermutet, dass erst die jüngsten Veröffentlichungen in der Schwäbischen Zeitung Bewegung in die Angelegenheit gebracht haben. Die allererste Bewerbung ging am Montag frühmorgens ein, danach noch eine, die aber wieder zurückgezogen wurde. Drei weitere folgten am Dienstag. Nochmals drei Bewerbungen wurden am Mittwoch abgegeben, die letzte davon noch eine knappe halbe Stunde vor Ablauf der Frist.

Die Gelegenheit, sich bei den Wählern vorzustellen, haben die Kandidaten am Freitag, 28. September, ab 19 Uhr in der Gemeindehalle. Wegen der Vielzahl der Bewerber hat der Wahlausschuss ein Limit von je zehn Minuten für jede einzelne Vorstellung und die anschließende Befragung – also insgesamt 20 Minuten pro Kandidat – festgelegt. Die Reihenfolge entspricht der das Bewerbungseingangs. Die Vorstellung findet unter Ausschluss der Mitbewerber statt. Begrüßung und Moderation übernimmt Richard Mück. Festgelegt wurde außerdem, dass während der Vorstellungsrunde Bild- und Tonaufnahmen, mit Ausnahme der Presse, verboten sind.

Die Bürgermeisterwahl findet am 7. Oktober statt. Sollte kein Bewerber die absolute Mehrheit bekommen, ist Neuwahl am 21. Oktober

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